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Abschiebung von Asylwerbern in Lehre sorgt für Verärgerung über Kanzler Kurz

Anschober sieht Kanzler Kurz in der Pflicht.
Anschober sieht Kanzler Kurz in der Pflicht. ©APA/BARBARA GINDL
Rudolf Anschober ärgert sich über die "Gesprächsverweigerung" von Bundeskanzler Sebastian Kurz zur drohenden Abschiebung von zahlreichen Asylwerbern in Lehre.
Österreicher für Bleiberecht bei Asylwerbern in Lehre

Oberösterreichs Integrationslandesrat Rudolf Anschober (Grüne) hat sich am Samstag erbost über Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gezeigt. Denn dieser verweigere jegliches Gespräch über die von der Abschiebung bedrohten Lehrlinge, für die sich Anschober einsetzt.

Für Hunderte Asylwerber in einer Lehrausbildung sei es fünf vor zwölf. “Sie haben einen negativen Asylbescheid in erster Instanz erhalten und in den nächsten Monaten wird mit dem Bescheid zweiter Instanz endgültig über ihr Schicksal entschieden”, erklärte Anschober. Er habe daher mehrfach Bundeskanzler Kurz um ein Gespräch gebeten, um als Vertreter der Initiative “Ausbildung statt Abschiebung” Vorschläge für einfach machbare Lösungen für die “bestens integrierten jungen Menschen” zu machen. Zuletzt Ende November des Vorjahres.

“Bundeskanzler hat als Regierungschef eine Verantwortung”

“Doch nun ist nach drei Monaten neuerlich die Absage eingetroffen – der Bundeskanzler habe keine Zeit. Diese Gesprächsverweigerung ist unwürdig und unerträglich. Denn der Bundeskanzler hat als Regierungschef eine Verantwortung für diese Hunderten jungen Menschen und er kann nicht einfach tatenlos zusehen, wie möglicherweise viele von ihnen abgeschoben werden, trotz vielfach hervorragender Leistungen während ihrer Ausbildung und dem dringenden Bedarf der Unternehmen”, ärgerte sich Anschober.

Bis heute Morgen unterstützten mehr als 70.000 Menschen die Online-Petition www.ausbildung-statt-abschiebung.at, sagte Anschober. Allein in den vergangenen 24 Stunden hätten wieder mehr als 1.000 unterzeichnet.

(APA/Red)

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