Abgetrennte Fingerkuppen landeten nach Rettungsfahrt im Müll

Sanitäter wurde suspendiert - Mädchen hatte sich Finger bei Holztür eingeklemmt
Sanitäter wurde suspendiert - Mädchen hatte sich Finger bei Holztür eingeklemmt ©Bilderbox
Bei einem Unfall abgetrennte Fingerkuppen eines dreijährigen Mädchens sind nach einer Rettungsfahrt in Tirol versehentlich im Müll gelandet.

“Die Mutter hatte sie dem Sanitäter in Klopapier eingewickelt übergeben. Nach dem Transport wurden sie in der Klinik vermutlich vergessen und mit dem Verbandsmaterial im Müll entsorgt”, sagte Fritz Eller vom Roten Kreuz am Mittwoch und bestätigte einen Bericht von “ORF Radio Tirol”.

Der Sanitäter wurde mittlerweile suspendiert. Denn der Mitarbeiter habe “ganz klar” die Verantwortung für den Transport und die Übergabe inne gehabt. Die Untersuchungen seien zwar noch nicht vollständig abgeschlossen, sollte sich der Verlauf aber so bestätigen, wie er sich derzeit darstelle, werde der Mitarbeiter wohl gekündigt, erklärte Eller.

Mädchen klemmte Hand in Tür ein

Das Rote Kreuz stehe mit den Eltern in Kontakt. Die Finger seien von einer Klinikmitarbeiterin im Müll gefunden und wieder angenäht worden. Es werde sich aber erst in den kommenden Tagen herausstellen, ob sie auch durchblutet und nicht abgestoßen werden.

Das Mädchen hatte sich vergangenen Donnerstag bei einer schweren Holztüre in Zirl die Hand eingeklemmt. Beim Mittelfinger und beim Ringfinger wurden dabei die Fingerkuppen abgetrennt. Die Mutter alarmierte die Rettung und übergab dem Sanitäter die Fingerkuppen. In der Klinik waren die abgetrennten Fingerteile aber nicht mehr auffindbar.

(APA)

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