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95 Schwarzkappler der Wiener Linien wurden 2012 tätlich angegriffen

2012 wurden 95 Kontrolleure der Wiener Linien tätlich angegriffen.
2012 wurden 95 Kontrolleure der Wiener Linien tätlich angegriffen. ©Wiener Linien/ Daniel Novotny
Im vergangenen Jahr gab es 95 tätliche Angriffe auf Fahrscheinkontrolleure der Wiener Linien. Auch wenn die Zahlen im ersten Quartal 2013 den Eindruck erwecken, dass die Anzahl heuer "tendenziell rückläufig" sein könnte, gab es erst in der letzten Woche einen besonders schweren Fall. Die Wiener Linien betonten am Donnerstag, dass "jeder dieser Fälle" zu viel sei. Und nicht nur Kontrolleure werden angegriffen, immer häufiger sind auch Lenker betroffen.
Angriffe auf Kontrolleure
Kontrolleur erlitt Nasenbruch

Rund 2,5 Millionen Fahrgäste sind tagtäglich im Netz der Wiener Linien unterwegs. Zu Spitzenzeiten stehen 1.200 U-Bahn-, Bus- und Straßenbahnfahrer, Stationswarte und Fahrscheinprüfer im Kundenkontakt. Laut Wiener Linien entspricht die “Angriffquote” bei 6,8 Millionen Fahrgästen jährlich, die von rund 200 “Schwarzkapplern” kontrolliert werden, rund 0,001 Prozent.

Unter tätlichen Angriffen werden Ereignisse vom Anrempeln über Beschimpfen bis hin zur wirklichen Gewaltanwendung erfasst. Ein besonders schwerer Fall ereignete sich erst vergangene Woche, hier erlitt ein Mitarbeiter im Zuge einer routinemäßigen Fahrscheinkontrolle einen Nasenbeinbruch. Er befindet sich noch im Krankenstand, es geht ihm “den Umständen entsprechend”, sagte Geschäftsführer Winter.

Wiener Linien setzen auf Prävention

Die Wiener Linien setzen auf Prävention, um Übergriffe auf Mitarbeiter zu vermeiden. Seit 2006 gibt es Deeskalationstrainings, ab 2010 wurden sämtliche Mitarbeiter, die im Kundenkontakt stehen, geschult, um “Signale des potenziellen Aggressors zu erkennen”, sagte Christian Hochreiter, Leiter der Abteilung Betriebliche Ausbildung.

Nach Übergriffen kümmert sich das Team des internen psychosozialen Dienstes (Sozius) um den betroffenen Mitarbeiter. 28 Laienhelfer und drei Notfallpsychologen stehen bereit, im Fall der Fälle werden sie von der Leitstelle alarmiert und zum betroffenen Mitarbeiter geschickt. Für den gibt es “eine intensive Betreuung, nicht nur am Anlasstag”, erklärte Michael Kiss, Leiter des Referats Arbeitspsychologie. Auch nach der Krisenintervention wird der Kontakt aufrechterhalten, um einer andauernden Belastung entgegenzuwirken. Im Vorjahr wurde der freiwillige Dienst so bereits von rund 50 Prozent der attackierten Mitarbeiter in Anspruch genommen, erläuterte Kiss. Neben tätlichen Angriffen wird der Sozius-Dienst auch nach außergewöhnlichen Ereignissen angefordert, wenn beispielsweise ein Passant von einer Straßenbahn erfasst wurde.

Schwarzkappler und Lenker attackiert

Neben Fahrscheinkontrolleuren sind immer wieder auch Öffis-Fahrer Ziel von Attacken. Im ersten Quartal 2013 waren es bereits fünf Übergriffe auf Straßenbahn-, drei auf Bus- und zwei auf U-Bahn-Lenker. In diesem Bereich setzten die Wiener Linien verstärkt auf den Schutz des Fahrers. So werden alle neuen ULF-Straßenbahnen mit abgeschlossenen Fahrerkabinen ausgestattet, die neuen Busse verfügen über seitlich verlängerte Schutzvorrichtungen. Zum umgekehrten Fall – Übergriffe von Wiener Linien-Mitarbeitern auf Fahrgäste – werden keine Statistiken geführt, allerdings jeder Fall einzeln aufgearbeitet, hieß es bei der Pressekonferenz.

Insgesamt kam es im Vorjahr zu 174 Übergriffen auf Mitarbeiter der Wiener Linien. 2011 lag diese Zahl bei 163, 2010 bei 177. Kontrolleure sind “am meisten gefährdet”, so das Fazit des Verkehrsbetriebs. Prinzipiell wird diese Statistik seit 2006 geführt, seit 2010 wurden die Mitarbeiter aufgefordert, Vorfälle auch wirklich zu melden.

Verteilt seien die Attacken “gleichmäßig” auf Linien und Altersgruppen. So gibt es beispielsweise auch die “ältere Dame, die mit dem Stock auf einen Kontrolleur hinschlägt”, sagte Winter. (APA)

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