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70 Jahre "Anschluss": Nacht des Schweigens am Wiener Heldenplatz

In der Nacht vom 12. auf den 13. März (ab 18.30 Uhr) findet am Wiener Heldenplatz zum Gedenken an die 80.000 österreichischen Opfer des NS-Regimes die "Nacht des Schweigens" statt.

Dabei werden – 70 Jahre nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland – 80.000 Kerzen entzündet, die dann die ganze Nacht leuchten sollen. Organisiert wird diese Veranstaltung von der Katholischen Jugend und dem Projekt “A Letter To The Stars” in Kooperation mit zahlreichen Schulen, den unterschiedlichsten Jugendvereinigungen aller Religionen und den beiden großen Pensionistenverbänden.

Gedacht werden soll zwar den österreichischen Opfern der Nationalsozialisten, die Organisatoren weisen aber explizit darauf hin, dass es “allzu oft” auch österreichische Täter gegeben hätte. Deshalb ist diese Veranstaltung dem würdevollen Gedenken an die Opfer gewidmet, aber auch ein Appell gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit. Mit der “Nacht des Schweigens” wolle man einen bewussten Kontrapunkt zum Jubel und der Hysterie des März 1938 setzen.

Eingeleitet wird die Gedenkveranstaltung von einem Musikprogramm der Wiener Symphoniker unter Dirigent Heinrich Schiff und einigen prominenten Rednern. Es werden die Zeitzeugin Susanne Lamberg, die Historikerin Erika Weinzierl, der frühere polnische Außenminister und Holocaust-Überlebende Wladyslaw Bartoszewski und Alt-Bundeskanzler Franz Vranitzky (S) das Wort erhalten. Ab 19.30 Uhr soll die Bühne auf dem Heldenplatz dann weiß verhüllt werden und Stille einkehren. Im Zwei-Sekundentakt werden dann bis sechs Uhr früh alle namentlich bekannten Opfer auf die Leinwand projiziert.

Die Organisatoren laden alle Interessierten Personen ein, an der “Nacht des Schweigens” teilzunehmen und eine Kerze zu entzünden. Man benötige nur ein Feuerzeug, Kerzen werden vor Ort kostenlos zur Verfügung gestellt.

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