69-Jährige mit Schlafmittel-Vergiftung in Lainz entdeckt

Eine Schlafmittel-Vergiftung einer 69-jährigen Frau ist ein Fall für die Wiener Polizei geworden. Entdeckt wurde der Vorfall am 29. Mai im Geriatriezentrum Am Wienerwald, bestätigte Roland Paukner, Direktor der Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser der Stadt Wien.

Die Patientin sei am Abend des 29. stark schläfrig geworden und schließlich einem kompletten Bewusstseinsverlust nahe gewesen. Da habe eine Ärztin Alarm geschlagen.

Die 69-Jährige wurde daraufhin ins Donauspital gebracht, wo sie bereits zu Jahresbeginn wegen eines Schlaganfalls behandelt wurde. Seither ist sie einseitig gelähmt. Im SMZ Ost wurde in Untersuchungen zunächst ein weiterer Schlaganfall ausgeschlossen. So kam man zu dem Verdacht einer Schlafmittelvergiftung. In einem Bluttest stellten die Mediziner tatsächlich eine Benzodiazepin-Überdosis fest. Dieser Stoff wird unter anderem in Schlafmitteln wie Rohypnol oder Valium verwendet.

Mysteriös war laut Paukner, wie die Patientin zu der Überdosis kam. In den Medikamentenbeständen in Lainz fehlte nichts, auch hatte die Frau keine Medikation mit solchen Mitteln. In ihren persönlichen Gegenständen wurden ebenfalls keine Schlafmittel entdeckt. Somit wurde Anzeige erstattet.

Die Ermittlungen übernahm die Außenstelle Süd des Landeskriminalamtes. “Sie gehen in alle Richtungen”, sagte Polizeisprecherin Camellia Anssari. Die Frage, ob es der große Kriminalfall werden könnte, wurde eher skeptisch beurteilt.

Der 69-Jährigen geht es mittlerweile besser. Sie wurde bereits entlassen und auf ihren Wunsch in ein privates Pflegeheim überstellt.

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