6,5 Prozent mehr Nächtigungen im Oktober

Trotz der weltweit schwierigen Finanzlage darf sich der Wien-Tourismus noch über positive Zahlen freuen: So sind die Gästenächtigungen im vergangenen Oktober um 6,5 Prozent gestiegen, verglichen mit dem Vergleichszeitraum 2007.

Bei Hauptmärkten wie Russland (plus 36 Prozent), Rumänien (plus 33) und Deutschland (plus 16) konnten gar zweistellige Zuwachsraten verzeichnet werden, so eine Aussendung am Montag. Massive Einbrüche von 37 Prozent gab es hingegen bei den Besuchern aus den USA.

Mit insgesamt 925.000 Nächtigungen konnte heuer erstmals die 900.000-Marke übersprungen werden, hieß es. Die – laut Aussendung – erwartungsgemäßen Rückgange nicht nur aus den USA, sondern auch aus Spanien (minus 9), Großbritannien (minus 7) und Italien (minus 4), seien durch die Zuwächse wettgemacht worden. Dabei hätten alle Hotelkategorien profitieren können.

Obwohl die Bettenanzahl zwischen Oktober 2007 und Oktober 2008 um 3.200 oder 7 Prozent gestiegen ist, konnte die Auslastungsquote leicht erhöht werden. Die Betten waren demnach zu 60,2 Prozent (10/07: 61,0), die Zimmer zu 74,9 Prozent (10/07: 74,2) belegt.

Aufgrund der positiven Bilanz bezeichnete Norbert Kettner, Direktor des Wien-Tourismus, “vorschnelle Horrorszenarien” als fehl am Platz, wiewohl man die internationale Finanzkrise und deren touristische Auswirkungen nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfe – wobei: “Wiens bisheriges Ergebnis gibt allen Anlass zu Mut und Zuversicht.”

Demnach fällt auch die bisherige Jahresbilanz (Jänner bis Oktober 2008) positiv aus: Hier konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ebenfalls ein Plus von 6,5 Prozent auf insgesamt 8,588.000 Nächtigungen verzeichnet werden. Der Netto-Nächtigungsumsatz der Hotellerie von Jänner bis September wies einen Zuwachs von 11,7 Prozent auf 362,546.000 Euro aus. Die Bettenauslastung in diesem Zeitraum ging jedoch leicht zurück: Sie belief sich von Jänner bis Oktober 2008 auf 57,1 Prozent (1-10/07: 58,3).

Für die nahe Zukunft gibt sich Tourismus-Chef Kettner jedenfalls optimistisch: “Wir steuern nach fünf Rekordjahren en suite heuer auf das sechste zu.” Der globalen Wirtschaftslage gelte es systematisch und mit ruhiger Hand zu begegnen, wobei konkrete Prognosen momentan nicht möglich seien. Die vorliegenden Fakten würden jedenfalls zeigen, dass Wien eine bestens aufgestellte Destination ist.

Derart zuversichtlich sind momentan nicht alle Branchenvertreter: Erst kürzlich hatte der Geschäftsführer der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB), Franz Sattlecker, vor massiven Einbrüchen gewarnt und dabei die aktuelle Marketing-Strategie der Wiener Tourismuswerber kritisiert.

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