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60-Jähriger fährt "hoch zu Rad" zur Olympiade

Ein nicht ganz alltägliches Transportmittel zum Besuch der Olympischen Spiele hat der Wiener Manfred Cizek gewählt.

Zehn Tage vor dem Start in Athen stellte er sich einer besonderen sportlichen Herausforderung: Der Bauingeneur und Weltrekordhalter im 24-Stunden-Radrennen brach am Dienstag mit dem Hochrad von Wien nach Athen auf. Sein Ziel ist das Olympia-Radrennen am 14. August, bei dem der Hobby-Radler zwar nicht selbst teilnehmen, aber seinen hauptberuflichen Kollegen von der Straße aus zujubeln wird.

Acht Tage lang wird der 60-Jährige zehn Stunden pro Tag mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h kräftig in die Pedale treten müssen, um Österreich, Italien und schließlich Griechenland zu “überfahren“. Eine kurze Verschnaufpause bietet lediglich die rund 15-stündige Fährenfahrt von Ancona (Italien) nach Patras (Griechenland).
Dieses Abenteuer benötigt regelmäßiges Training. Cizek fährt daher jährlich rund 25.000 Kilometer mit dem Rad – 12.000 davon mit dem Hochrad. Die größte Herausforderung, meinte er gegenüber der APA, seien die Berge. Vor allem die Fahrt bergab sei nicht ganz ohne, weil ein Hochrad – im Gegensatz zu einem herkömmlichen Rad – keine Bremse besitzt. Der Fahrer müsse die Geschwindigkeit regulieren und das Rad zurückhalten, indem er rückwärts in die Pedale tritt.

Angst vor einem eventuellen Unfall hat der Abenteurer, dessen Kopfhöhe beim Treten auf 2,40 Metern liegt, aber nicht. Erst einmal hat er sich bei einem Sturz das Handgelenk gebrochen. Verursacht hat er hingegen schon mehrere Unfälle, weil bei seinem Anblick „vor allem die Autofahrer überrascht schauen“ und sich dann nicht mehr auf die Straße konzentrieren.

In den Bergen bekommt er manchmal einen Vogel gezeigt

Seine besondere Vorfreude gilt der „Radler-Nation“ Italien. Hier meint er würde er von „Anfang bis Ende“ bejubelt werden. Ansonsten käme es schon öfter vor, dass der Hochradler, beispielsweise in den Bergen, einen „Vogel gezeigt bekommt“.

Der „König der Landstraße“, wie er sich selbst bezeichnet, fiebert seinem Abenteuer bereits entgegen. Nur beim Gepäck muss er sich einschränken, denn in den zwei kleinen Seitentaschen über dem Gepäckträger am kleinen Rad kann er gerade mal das Nötigste transportieren. Falls er einmal kein Dach über den Kopf bekommen sollte, hat der Vagabund für alle Fälle ein Zelt mit an Bord, das er an die Verbindungsstange zwischen kleinem und großem Rad schnallt.

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