60.000 Euro mit Geldwechseln erbeutet

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Kripo konnte ein Verbrechertrio in einem Wiener Hotel verhaften - die drei Männer erbeuteten rund 60.000 Euro und lebten in Wien im großen Luxus.

Beamten der Kriminalabteilung Niederösterreich und der Bundespolizeidirektion Wien gelang in einem Hotel in Wien-Leopoldstadt die Festnahme einer Bande von Geldwechselbetrügern, die in den beiden Bundesländern ihr Unwesen trieb. Nach Angaben der NÖ Sicherheitsdirektion vom Samstag beläuft sich der Schaden auf bis zu 60.000 Euro.

Drei Mitglieder – ein 36-jähriger Autohändler, ein 30-jähriger Student und ein 26-jähriger Gelegenheitsarbeiter, alle aus Jugoslawien – wurden vergangenen Mittwoch früh (14. Juli) in einer Suite des Hotels in der Franzensbrückenstraße (-> Stadtplan) festgenommen. Ein Mann ist noch flüchtig. Ein Fahrzeug, das bei den Verbrechen benutzt wurde, war Polizeibeamten vor dem Hotel aufgefallen.

Nach St. Pölten überstellt

Bei den Zimmerdurchsuchungen konnten Bargeldbeträge im Gesamtwert von über 6.000 Euro, Auslandsüberweisungsbelege über mehrere tausend Euro und kleinere Mengen Suchtgift (Cannabis und Kokain) sichergestellt werden. Ein Verdächtiger wies sich mit einem gefälschten Reisepass aus. Die Verdächtigen wurden in das Gefangenenhaus beim Landesgericht St. Pölten eingeliefert.

Im Zuge der Vernehmungen zeigten sich die Verdächtigen größtenteils geständig, seit zumindest Anfang Juni 2004 in etwa 20 Geldinstituten und zirka 40 Kaufhäusern bzw. SB-Märkten bei mehrfachen und aufeinander folgenden Geldwechselvorgängen bis zu 60.000 Euro erbeutet zu haben. Die Männer waren mit zwei Leihfahrzeugen auf Beutetour.

Luxus, Prostituierte und Drogen

Neben einem aufwändigen Lebensstil und den Geldüberweisungen in ihre Heimat wurde von den Tätern ein Teil der Beute für Suchtgift und Bestellung von Prostituierten in ihre Hotelsuite verbraucht.

Laut NÖ Sicherheitsdirektion liegen zu zahlreichen Fakten noch keine Tatorte vor. Eine Zuordnung ist mangels Ortskenntnissen der mutmaßlichen Täter nicht möglich. Ein Auftreten zumindest in den angrenzenden Bundesländern ist aber nicht auszuschließen. Hinweise werden daher unter der Telefonnummer 059/133-30/DW 3340 oder DW 3333 (Journaldienst) erbeten.

Auf die Spur der Bande war man durch eine Gendarmeriekontrolle in Neulengbach gekommen. Die Beamten hielten das Fahrzeug der drei wegen zu schnellen Fahrens auf.

Redaktion: Birgit Stadtthaler

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