51 Zeugen nach Hetzjagd auf Inder in Ostdeutschland vernommen

Nach der Hetzjagd auf acht Inder im sächsischen Ort Mügeln haben bisher 51 Personen bei der Polizei ausgesagt. Wie die Sprecherin der Polizeidirektion Westsachsen sagte, hat es bei 40 Personen offizielle Zeugenvernehmungen gegeben.

In elf weiteren Fällen sei es bei Befragungen geblieben, weil der Inhalt der Aussagen als nicht so bedeutend eingestuft worden sei, sagte Peter. Die Personen hätten sich entweder selbst gemeldet oder seien ermittelt worden. Über den Inhalt der Aussagen machte Peter mit Blick auf die laufenden Ermittlungen keine Angaben.

Die Suche nach weiteren Zeugen gestalte sich aber weiterhin schwierig. Ein entsprechender schriftlicher Aufruf in einer Auflage von 3.000 Stück sollte am Freitag an die Mügelner Haushalte verteilt werden. Im Rathaus gebe es zudem eine Anlaufstelle. Sie sei bis auf weiteres täglich zwischen 08.00 und 20.00 Uhr besetzt, auch am Wochenende.

Ingo Stange von der Opferberatung AMAL sagte, dass die überfallenen Inder nach wie vor große Angst hätten. Einer von ihnen, der in Mügeln wohnt, sei nach dem Überfall drei Tage lang nicht in seiner Wohnung gewesen, sondern habe auswärts übernachtet. Die Opferberatung bemühe sich jetzt um eine psychologische Betreuung.

Die Inder hatten kritisiert, auf dem Polizeirevier Oschatz erst nach Stunden von einem Arzt behandelt worden zu sein. Erst nachdem sie im Beisein eines Dolmetschers zu den Einzelheiten der Hetzjagd befragt worden seien, hätten sie sich in ärztliche Behandlung begeben können. Die Polizei hatte diese Kritik zurückgewiesen.

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