50 kg Speed in Wien sichergestellt

Schwechater Drogenfahnder haben in einem Hotel an der Wiener Stadtgrenze 50 Kilo Speed sichergestellt. Ihren Angaben zufolge handelte es sich um den bisher größten Amphetamin-Aufgriff in Österreich - und den vermutlich letzten "Coup" von Diensthündin "Boyke", die mit Jahresende in den Ruhestand tritt.
Ein 63-jähriger Niederländer und ein 59 Jahre alter Belgier wurden festgenommen, in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert und bereits verurteilt.

Der Straßenverkaufswert der 50 Kilo Speed betrage etwa 1,5 Mio. Euro, so die Ermittler. Eine niederländische Tätergruppe, die offensichtlich ein Labor zur Herstellung von synthetischen Drogen betreibt, sei auf der Suche nach einem Abnehmer einer größeren Amphetamin-Menge gewesen. Der Aufgriff sei bereits im Oktober erfolgt.

Aufgrund eines Hinweises, wonach in einem Hotel an der Stadtausfahrt in Wien-Penzing ein größerer Drogendeal stattfinden soll, hatten sich Beamte aus Schwechat, des Bundeskriminalamtes und des EKO Cobra vor und in dem Beherbergungsbetrieb auf die Lauer gelegt. Mit dabei waren auch die Suchtmittelspürhunde “Boyke”, eine zehnjährige holländische Schäferhündin, und ihr designierter Nachfolger “Frankie”, der sich noch in Ausbildung befindet. Die vierbeinigen Fahnder durften die zahlreichen auf dem Parkplatz abgestellten Autos beschnüffeln. Bei einem Mercedes mit niederländischen Kennzeichen habe “Boyke” schließlich unmissverständlich angezeigt, dass sich im Kofferraum des Mietfahrzeuges “das” befinde, wonach gesucht wurde.

Stunden später sei ein weiterer Pkw mit niederländischen Kennzeichen vorgefahren, berichteten die Fahnder weiter. Zwei ältere Männer hätten sich ins Hotel begeben, um gleich daraufhin zu dem Mercedes zurückzukehren, der längst observiert wurde. Als die Verdächtigen aus dem Kofferraum zwei Reisetaschen und einen Koffer entnahmen, habe man bereits an ihrem Schnaufen erkennen können, dass sie eine schwere Last zu tragen hatten.

Nach kurzem Zuwarten schlugen die Fahnder zu. Sie verschafften sich gewaltsamen Zutritt zu dem Hotelzimmer, in das die Verdächtigen verschwunden waren. Das Duo, soeben beim Umpacken der “Ware”, wurde überwältigt und festgenommen.

Laut Polizei hatte der 63-jährige Pensionist aus den Niederlanden den Belgier (59), einen Notstandshilfeempfänger, beauftragt, die drei Gepäckstücke mit dem Speed in dem angemieteten Mercedes nach Österreich zu transportieren. Hier sollte die “Ware” auch verkauft werden. Die Männer seien aufgrund der Beweislage und ihrer Teilgeständnisse bereits zu vier und sechs Jahren Haft verurteilt worden.

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