46-Jähriger soll Buben vergewaltigt haben

Der angeklagte soll zwei 15-jährige Buben vergewaltigt haben.
Der angeklagte soll zwei 15-jährige Buben vergewaltigt haben. ©APA
Weil er zwei zum Tatzeitpunkt 15 Jahre alte Buben vergewaltigt haben soll, ist am Donnerstag ein 46 Jahre alter Techniker aus Wiener Neustadt verurteilt worden. Der Angeklagte soll sich die Opfer gezielt ausgesucht haben.

Der Angeklagte hatte sich im Internet an seine Opfer herangemacht, indem er sie auf einer bei Jugendlichen beliebten Plattform anchattete. Dabei hielt er gezielt nach minderjährigen Burschen Ausschau, die sich in ihrem Profil als bisexuell deklarierten.

Angeklagter soll gezielt nach seinen Opfern gesucht haben

“Er hat genau die herausgegriffen, die in einem Alter waren, wo sie mit niemandem über ihre sexuelle Orientierung sprechen konnten, weil die Eltern nichts wussten und sie in der Schule deswegen gehänselt worden wären. Die waren froh, jemanden zu finden, mit dem sie reden konnten. Das hat der Angeklagte ausgenützt”, erläuterte jener Polizist im Zeugenstand, der dem 46-Jährigen schließlich das Handwerk legen konnte, indem er sich als verdeckter Ermittler auf jener Plattform registriert hatte.

Im Haus des Angeklagten wurden viele Kinderpornos gefunden

Der Polizist nannte sich dort Jan und gab sich als 13-Jähriger aus, worauf er vom Angeklagten angesprochen und alsbald in ein sexuell angehauchtes Gespräch verwickelt wurde. Als nach weiteren Gesprächen die Verdachtslage dicht genug schien, wurde bei dem Mann eine Hausdurchsuchung durchgeführt, bei der umfangreiche Kinderpornos sichergestellt wurden..

Angeklagter bestritt Missbrauchsvorwürfe

In weiterer Folge stieß man auf zwei Burschen, denen der 46-Jährige in monatelangen Chats das Gefühl gegeben hatte, ihr erwachsener, verständnisvoller Freund zu sein, ehe er sie laut Anklage mit Gewalt zur Duldung sexueller Handlungen zwang. Einen dritten Buben soll der Angeklagte belästigt haben, nachdem er ihn zum Quad-Biken eingeladen hatte. Der 46-Jährige bestritt vor Gericht die Missbrauchsvorwürfe. Mit dem einen Buben habe er nur “ein bissl gekuschelt und ihn an den Haaren gestreichelt. Aber das hat ihm nicht getaugt, da hab ich’s lassen.” Mit dem anderen habe er einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gehabt, nachdem man im Internet Nackfotos ausgetauscht und ein Treffen vereinbart hatte: “Wir haben uns schon vorher ausgemacht, dass wir Sex haben wollten. Wir haben gekuschelt. Dann hab ich gefragt, ob er weitermachen will. Er hat Ja gesagt.”

Urteil: Fünf Jahre Haft

Der Mann  wurde wegen zweifacher Vergewaltigung sowie Sammelns und Weiterverbreitens kinderpornografischer Darstellungen schuldig erkannt und zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der 46-Jährige erbat Bedenkzeit, die Staatsanwältin gab vorerst keine Erklärung ab.

(apa/red)

 

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