44 Kupferdiebstähle in Niederösterreich geklärt

44 Diebstähle in Niederösterreich wurden geklärt.
44 Diebstähle in Niederösterreich wurden geklärt. ©LPD NÖ
Der Polizei ist ein Schlag gegen eine auf Kupferdiebstähle spezialisierte Diebesbande aus Tschechien gelungen. Zwei Männer wurden festgenommen, insgesamt wurde ein Schaden von 93.000 Euro verursacht.
Bilder vom Diebesgut

Seit Anfang Mai waren vorwiegend auf Friedhöfen und aus Kirchen sowie Kapellen in den Bezirken Mistelbach und Hollabrunn Gegenstände des Buntmetalls gestohlen worden. Einem 41-Jährigen und einer 19-Jährigen, beide aus Tschechien, werden 44 derartige Taten zur Last gelegt, teilte die Landespolizeidirektion am Dienstag in einer Pressekonferenz mit.

Zwei Verdächtige festgenommen

Die Verdächtigen waren bereits am 16. August gegen 3.15 Uhr von einer Streife in Laa a.d. Thaya (Bezirk Mistelbach) auf der Straße angehalten worden. Bei der Kontrolle des Pkws mit tschechischem Kennzeichen wurden die Beamten rasch fündig und stellten u.a. 15 Kupfervasen, ein zusammengebogenes Kupferfallrohr sowie Tatwerkzeug, darunter einen riesigen Hammer, sicher. Bei den vorgefundenen Gegenständen handelte es sich eindeutig um Diebesgut von Tatorten aus dieser Nacht in Stronsdorf, Unterstinkenbrunn und Laa.

Zahlreiche Kupferdiebstähle geklärt

Die Beschuldigten wurden festgenommen und in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Danach übernahm das LKA die Ermittlungen. Im Zuge der Untersuchungen stellten die Beamten fest, dass der 41-Jährige bereits im Jänner wegen ähnlicher Delikte festgenommen worden war. Zudem wurden im sichergestellten Pkw mehrere Wiegezettel einer Schrottfirma im tschechischen Znaim gefunden. Demnach dürften die beiden Verdächtigen das erbeutete Diebesgut stets anschließend – an insgesamt drei Schrotthändler jenseits der Grenze – veräußert haben.

Diebe verursachten Schaden von 93.000 Euro

Der entstandene Schaden wurde mit rund 93.000 Euro beziffert und beinhaltet auch die Wiederherstellung der teils beschädigten Gräber und Leitungen an Kirchen und Kapellen. Den bisherigen Ermittlungen zufolge werden der 41-Jährige und seine Komplizin verdächtigt, insgesamt 44 Kupferdiebstähle verübt zu haben. Rund 600 bis 700 Kilogramm des Buntmetalls sollen erbeutet worden sein, u.a. 593 Kupfervasen, 133,7 Meter Kupferfallrohre, sieben Kupferfallrohrbögen, 17 Meter Kupferdachrinnen, rund 17 Meter Aluminiumrohre sowie Kupfergrablaternen- und Schalen.

Laut Ermittlern ist die Frau geständig, der Mann nur teilweise. Er sitzt in der Justizanstalt Korneuburg in Untersuchungshaft. Mit der Verhaftung ist die Diebstahlserie auf Friedhöfen im Weinviertel beendet worden. (APA)

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