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43-Jähriger in Gerasdorf erschossen: Gerüchte um Auftragsmord

In der Einfahrt zu einer Baufirma wurde ein 43-Jähriger mit einem Kopfschuss niedergestreckt.
In der Einfahrt zu einer Baufirma wurde ein 43-Jähriger mit einem Kopfschuss niedergestreckt. ©APA/HERBERT P. OCZERET
Nach der Bluttat in Gerasdorf bei Wien, bei der am Samstag ein 43-jähriger Mann mit einem Kopfschuss getötet wurde, ermittelt nun der Verfassungsschutz. Die Identität des Opfers konnte bereits geklärt werden.
Mordalarm in Gerasdorf bei Wien

Nach der Bluttat vom Samstagabend in Gerasdorf bei Wien (Bezirk Korneuburg) ermittelt das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT).

Mann mit Kopfschuss getötet: Verfassungsschutz ermittelt

Polizeiangaben zufolge wurde ein 43-jähriger russischer Staatsbürger erschossen, der später in Linz festgenommene Verdächtige ist ein 47 Jahre alter Landsmann. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat eine Obduktion des Opfers angeordnet.

Der Schauplatz des Verbrechens liegt laut Walter Schwarzenecker von der Landespolizeidirektion Niederösterreich an der Brünner Straße (B7) in der an Wien angrenzenden niederösterreichischen Stadtgemeinde. Der 43-Jährige wurde am Samstag kurz nach 19.00 Uhr im Bereich der Einfahrt zu einer Baufirma erschossen.

Für den Verdächtigen klickten noch in den Abendstunden in Linz die Handschellen. Der 47-Jährige war nach einer Verfolgung unter Beteiligung von Beamten des EKO-Cobra gegen 21.35 Uhr festgenommen worden. Er leistete keine Widerstand.

Identität des Opfers geklärt: 43-Jähriger lehnte Personenschutz ab

Der Verdächtige soll laut Schwarzenecker am Sonntag einvernommen werden. Untersuchungen wie etwa die Auswertung von Spuren und weitere Ermittlungen der Kriminalisten in dem Fall dauerten an.

Bei dem Toten handelt es sich gesicherten Informationen der APA zufolge um Mamikhan bzw. Anzor A., einen gebürtigen Tschetschenen, der seit 2007 als Konventionsflüchtling in Österreich gemeldet war. Zuletzt hatte er seinen Namen in Martin B. geändert.

Medienberichten vom Sonntag zufolge könnte der Mann einem Auftragsmord zum Opfer gefallen sein. Offizielle Bestätigung für entsprechende Ermittlungsansätze gab es vorerst nicht. Es dürfte allerdings ein konkretes Bedrohungsszenario vorgelegen haben. Martin B. soll von den Sicherheitsbehörden Personenschutz angeboten worden sein, was - wie von der APA in Erfahrung zu bringen war - dieser aber abgelehnt haben soll.

Tatverdächtiger in JA Korneuburg eingeliefert

Der Tatverdächtige, der den gebürtigen Tschetschenen Martin B. erschossen haben soll, ist in die Justizanstalt (JA) Korneuburg eingeliefert worden. "Beim Landesgericht ist bereits ein Antrag auf Verhängung der U-Haft eingebracht worden", teilte der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Korneuburg Friedrich Köhl mit. Möglicherweise wird darüber noch am Sonntag entschieden.

Ob gegen den mutmaßlichen Schützen Vorstrafen vorliegen oder dieser bisher unbescholten ist, ließ Köhl unbeantwortet.

(APA/Red)

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