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40 Jahre Rolling Stones

Am 12. Juli 1962 im Marquee Club bekamen ein paar junge Leute in einer Pause die Chance zum 1. Auftritt: Rolling Stones nannte sie sich und feiern am Freitag ihr 40-jähriges Bestehen.

Mittlerweile ältere Herren, die viel erlebt haben, machen sie bald wieder Musik: Bei einer Jubiläumstournee rund um die Welt, die ein ganzes Jahr dauern soll.

„Ich hoffe nur, dass niemand glaubt, wir seien so eine Rock ’n’ Roll-Gruppe“, sagte Mick Jagger in einem seiner ersten Interviews. Und das war nicht ironisch gemeint, die Gruppe sah sich in der amerikanischen Blues-Tradition. Gründungsmitglied Brian Jones hatte den Namen in einem Song von Muddy Waters gefunden. Und Rock ’n’ Roll wurde damals in Großbritannien mit Leuten wie Cliff Richard und Billy Fury assoziiert.

Mick Jagger, heute 58, damals Student und Kind aus gutem Hause, war es vor allem, der am Image der Rolling Stones arbeitete und sie als die „bösen Burschen“ der Szene zu profilieren begann. Im Gegensatz zu den großen Rivalen, den Beatles, wollten die Rolling Stones wild und gefährlich erscheinen. Wenn die Beatles sangen „Ich möchte Deine Hand halten“, dann sangen Jagger und seine Mannen: „Lass uns die Nacht miteinander verbringen.“ Die herausgestreckte Zunge Jaggers, provozierend und lasziv, wurde zum Logo der Gruppe.

Als Wendepunkt für die Stones sieht Jagger heute die Tournee vom Herbst 1969 durch die USA: „Damals hatten wir zum ersten Mal eine richtige Tonausrüstung. Das war plötzlich etwas völlig Neues. Und die Zuschauer waren nicht mehr nur kreischende Teenies.“ Doch das Leben auf der Überholspur der Rockmusik blieb nicht ohne Folgen. Im Mai 1969 wurde Brian Jones, der genialische Gitarrist und prägende Mann der ersten Jahre, zum Ausstieg aus der Gruppe gedrängt. Alkohol und Drogen hatten sein Verhalten immer unberechenbarer gemacht. Wenige Wochen später lag Jones tot in seinem Schwimmbad, ein nach wie vor als nicht völlig geklärt geltender Tod.

Ronnie Wood, der 1975 von den „Faces“ zur Gruppe stieß, büßte wegen Kokainkonsums die Nasenscheidewand ein und ließ sie durch ein Implantat ersetzen. An Drogengeschichten und -ärger fehlte es nicht. Sogar Prinzessin Margaret („Mick ist so ein wunderbarer Mann“) soll einst in der Garderobe während eines Konzerts dem weißen Stoff zugesprochen haben. Bill Wyman, heute 65, stieg 1993 aus: „Es ist eine Leistung, das alles überlebt zu haben. Ich möchte es etwas ruhiger angehen lassen.“ Ian Stuart und Geoff Bradford gehörten zu den heute fast vergessenen Gründungsmitliedern einer Band, in der über die Jahre eine ganze Reihe bekannter Musiker zeitweilig mitspielte.

Die Stones brachten große Lieder hervor – von „Satisfaction“ und „Brown Sugar“ bis hin zu „It’s Only Rock And Roll But I Like It“, das Ronnie Wood mitbrachte. Und es gelang ihnen auch, ihre Platten gut zu vermarkten – noch heute gilt das von Andy Warhol entworfene Cover von „Sticky Fingers“ (das mit dem Reißverschluss) als eines der originellsten der Popmusik. Aber die Rolling Stones sind vor allem eine Tourneeband, die die Fans wegen der Bühnenshow sehen wollen. Und auch die Tatsache, dass die alten Herren inzwischen runzlig geworden sind, hat nichts daran geändert.

Dieser Tage macht Mick Jagger, nach 40 Jahren als Stone in den Adelsstand erhoben und künftig „Sir Mick“, durch seine Affären mit jüngeren Frauen nach wie vor von sich reden (vier Ehen, sieben Kinder), Ronnie Wood (55) und Keith Richards (58) vorwiegend durch ihren Alkoholkonsum – und Charlie Watts (61) ist vom konservativen „Daily Telegraph“ zu einem der am besten gekleideten britischen Gentlemen gekürt worden. (Internet: http://www.rollingstones.com )

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