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40 Jahre Juan Carlos und Sofia

Genau vor 40 Jahren haben der spanische König Juan Carlos und seine Sofia geheiratet. Heute wird das skandallose Paar von vielen Monarchisten beneidet.

Viele Monarchisten beneiden die Spanier um ihr Königshaus. König Juan Carlos und Königin Sofia sind bei der Bevölkerung beliebt und machen – ebenso wie ihre drei Kinder – nie mit Skandalen von sich reden. Ihre Heirat am Dienstag vor genau 40 Jahren stand unter einem guten Stern. Dabei hätte die „Traumhochzeit“ an jenem 14. Mai 1962 in Athen beinahe gar nicht stattgefunden.

Der damals 24-jährige spanische Prinz und die 23 Jahre alte griechische Prinzessin hatten für ihre Eheschließung eines Serie von Hindernissen und diplomatischen Verwicklungen zu überwinden. In Spanien herrschte damals der Diktator Francisco Franco (1939-1975). Die Monarchie war abgeschafft; der Thronprätendent Don Juan, der Vater des heutigen Königs, lebte im Exil.

Vor der Hochzeit versuchten Don Juan, das Franco-Regime und das griechische Königshaus, in einem diplomatischen Kleinkrieg Vorteile aus der anstehenden Eheschließung zu ziehen. Wenige Wochen vor dem Hochzeitstag ließ Juan Carlos seine Braut am Athener Flughafen vergeblich auf sich warten. Er hatte seine Reise kurzfristig verschoben, weil Zwistigkeiten über die Gästelisten zu schlichten waren. „Bei mehr als einer Gelegenheit wäre das Ganze beinahe geplatzt“, meint der Historiker Fernando Rayon. „Es war der Entscheidungskraft und Weitsicht der Brautleute zu verdanken, dass die Hochzeit schließlich doch stattfand.“

In der damaligen Zeit bedeutete es auch ein Problem, dass Juan Carlos katholisch und Sofia griechisch-orthodox war. Der Vatikan und die orthodoxe Kirche stritten über die Hochzeitsriten. Schließlich willigte der damalige Papst Johannes XXIII. ein, dass die Eheschließung nach den Zeremonien beider Kirchen vollzogen würde. So heirateten Juan Carlos und Sofi am 14. Mai vor 40 Jahren in Athen gleich vie Mal: zwei Mal kirchlich und zwei Mal standesamtlich vor einem spanischen und einem griechischen Beamten.

Sofi, die älteste Tochter von König Paul I. und Königin Friederike von Griechenland, musste für die Eheschließung eine Reihe von Opfern bringen. Die Urenkelin des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. konvertierte zum katholischen Glauben und verzichtete auf ihre Thronrechte in Griechenland, wo sie hinter ihrem Bruder Konstantin an zweiter Stelle der Thronfolge stand. Sie tat dies, obwohl noch keineswegs abzusehen war, ob ihr Mann jemals in Spanien den Thron besteigen würde. Erst sieben Jahre später legte Franco fest, dass nach seinem Tod Juan Carlos spanischer König werden sollte.

Das Prinzenpaar hatte sich 1954 bei einer Schiffsfahrt auf der Ägäis erstmals kennen gelernt. „In Sofia verliebt habe ich mich 1961 bei der Hochzeit der Herzöge von Kent in London“, erinnerte sich der König. „Ich bin allerdings nicht jemand, der sich leidenschaftlich verliebt. Außerdem unterhielten wir uns damals nur auf Englisch. Und Englisch ist nicht gerade meine starke Seite.“ Sofia gab der Biografin Pilar Urbano das Erfolgsgeheimnis ihrer königlichen Ehe preis: „Was eine Ehe tötet, ist das Schweigen. Wenn der eine einmal schmollt oder den anderen nicht ausstehen kann, muss man darüber sprechen.“

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