4.000 Soldaten marschierten über den Ring

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Mittwoch, kurz nach 14.30 Uhr hat Landstreitkräfte-Kommandant Generalleutnant Edmund Entacher dem Bundespräsidenten den Beginn der großen Jubiläumsparade des Bundesheeres gemeldet.  

Kurz darauf wurde es schon laut: 97 Hubschrauber und Flugzeuge, darunter vier Eurofighter, flogen über die Stadt. Sieben Draken verabschiedeten sich mit donnernden Nachbrennern.

1,1 Millionen Menschen vor Ort

1,1 Millionen Menschen besuchten nach offiziellen Angaben der Polizei am Heldenplatz die Leistungsschau des Bundesheeres und der zivilen Hilfsorganisationen sowie die anschließende Militärparade auf der Ringstraße. Das Bundesheer hat aus Anlass seines 50. Geburtstag fast alles verfügbare Gerät aufgeboten. Entacher meldete an Bundespräsident Heinz Fischer die Teilnahme von 4.000 Soldaten, 600 Fahrzeugen und 111 Tieren. Dazu kamen Abordnungen aus den vier Signatarstaaten des österreichischen Staatsvertrags und aus 20 EU-Staaten.

Black Hawks über der Innenstadt

Den Beginn der Parade machten die Luftstreitkräfte. Verschiedene Hubschrauber, darunter sieben Black Hawk, flogen von der Innenstadt kommend über Parlament und Museen hinweg. Es folgten die Flugzeuge, nach den kleineren Propellermaschinen zwei Hercules-Transportmaschinen im Tiefflug sowie die Jets.

Höhepunkt dabei war ein Verband mit vier Eurofightern, die vier Herstellernationen des Kampfjets symbolisierend. Tatsächlich stammten die Maschinen aus Deutschland, Großbritannien und Italien, dazu kam eine Test-Maschine des Herstellers EADS.

Zum Abschluss des Lufttreffens kamen sieben Draken. Sie werden mit Jahresende außer Dienst gestellt – und verabschiedeten sich mit donnernden Nachbrennern und einem steilen Steigflug von den Wienern.

Tausende Schaulustige

Für die Besucher entlang der Ringstraße hatte die Parade damit aber gerade erst begonnen. Bei den Ehrengästen vor dem Parlament mit Fischer und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) an der Spitze und den zehntausenden Besuchern entlang des Boulevards rollten und marschierten die unterschiedlichen Einheiten des Heeres vorbei. Die Militärs zeigten sich dabei in allen Uniformen und Adjustierungen:
Neuer Kampfanzug, Wüstenanzug für die Auslandseinsätze, Kampfschwimmer und Fallschirmspringer mit Sauerstoffmaske.

Anders als bei der Parade vor zehn Jahren ließen dieses Mal auch Panzer die Straße erbeben. Die älteren Kürassier genauso wie die modernen Ulan-Schützenpanzer und die schweren Leopard-Kampfpanzer.

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