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37 Jahre "Sankt Hanappi": Das Ende einer Grün-Weißen Pilgerstätte

Das Gerhard Hanappi Stadion wird abgerissen.
Das Gerhard Hanappi Stadion wird abgerissen. ©APA
Am kommenden Sonntag steigt mit dem Freundschaftsmatch Rapid gegen Celtic Glasgow das letzte Spiel im Gerhard-Hanappi-Stadion. 37 Jahre lang war "Sankt Hanappi" die Heimstätte des SK Rapid Wien und diente als Pilgerstätte der Grün-Weißen Anhängerschaft. Bislang zählte es auch zu den traditionsreichsten Fußballstadien des Landes. Nun wird es abgerissen.

Der Beschluss zur Errichtung eines neues Stadions in Hütteldorf wurde bereits 1969 gefasst, die Bauarbeiten starteten zwei Jahre später. Die Planung wurde dem Architekturbüro des ehemaligen Rapid Spielers und Rekord-Nationalteamspieler Gerhard Hanappi überlassen. Die Bauarbeiten starteten 1971 und dauerten aufgrund zahlreicher Verzögerungen bis 1976. Eröffnet wurde das “Weststadion” am 30. Juni 1976 mit dem Finale der Schülerliga zwischen dem BRG Linz und der Hauptschule Nenzing. Das erste Bundesligaspiel ging traditionsgemäß am 10. Mai 1977 mit einem Derby gegen die Wiener Austria über die Bühne. Rapid gewann das Spiel vor 14.000 Fans durch einen Treffer von Paul Pawlek in der 84. Minute. Die neue Heimat sei auf Anhieb das “schönste und modernste Stadion” Österreichs gewesen, erinnerte sich Jahrhundert Rapidler Hans Krankl.

37 Jahre Gerhard Hanappi Stadion

Im November 1977 war es mit der neuen Herrlichkeit im Weststadion aber auch schon wieder vorbei. Auf den Tribünen traten Risse auf. Das Stadion wurde für mehrere Monate gesperrt. Rapid kehrte für das Frühjahr 1978 wieder auf die alte “Pfarrwiese” zurück. Nach dem Tod von Gerhard Hanappi, der 1980 gerade einmal 51-jährig verstorben war, wurde das Stadion im April 1981 nach ihm benannt. Bis in die 1990er-Jahre war das Hanappi-Stadion laut Krankl das “Nonplusultra” in Österreich. “Dann ist zuerst das Grazer Stadion gebaut worden, für die EM 2008 später auch die neuen Stadien in Salzburg und Innsbruck.” In Hütteldorf habe man dagegen den Zug der Zeit verpasst. “Man hat das Hanappi zwar renoviert, aber schlecht. In den letzten Jahren war es baufällig”, urteilte Krankl. Vor diesem Hintergrund sei ein kompletter Neubau zu begrüßen.

Sankt Hanappi wird zum Allianz Stadion

Nach 37 Jahren wird das Hanappi-Stadion demoliert und durch das 24.000 (28.000 bei nationalen Spielen) Zuschauer fassende Allianz-Stadion ersetzt. Dieses soll bis 2016 fertiggestellt werden. Damit bleibt Rapid in Hütteldorf, wo der Rekordmeister seit 1912 zuhause ist. Um den Geschichtsbogen auch in die Zukunft zu spannen, soll die künftige Adresse nach Wunsch der Rapid-Verantwortlichen “Gerhard-Hanappi-Platz 1” lauten.

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