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3.000 Türken demonstrieren gegen Irak-Krieg

Rund 3.000 Menschen haben am Sonntag gegen einen möglichen Krieg im Irak protestiert. Dabei verbrannten sie Flaggen der USA, Großbritanniens sowie Israels.

„Nieder mit Amerika! Mörder Amerika“, skandierten die Demonstranten. Andere hielten Transparente mit der Aufschrift „Nein zum Krieg“ hoch. Die Demonstration wurde von islamistischen Gruppen und Menschenrechtlern organisiert.

Das NATO-Mitglied Türkei gilt als enger Verbündeter der USA in der Region, in der Bevölkerung des moslemischen Landes gibt es allerdings starke anti-amerikanische Gefühle. Schon seit Wochen führt Ankara Gespräche mit US-Militärvertretern, hat aber öffentlich beteuert, seine Stützpunkte den USA im Fall eines Kriegs gegen den Irak nicht zur Verfügung stellen zu wollen.

Am Wochenende verhandelten die USA und die Türkei über einen „Finanzausgleich“, der die Türkei im Fall eines Irak-Krieges für wirtschaftliche Nachteile entschädigen soll. „Wir haben gute Fortschritte bei der Erstellung eines generellen Rahmens gemacht“, sagte der Staatssekretär im US-Finanzministerium, John Taylor nach dem Treffen. Türkische Medien hatten berichtet, im Kriegsfall könnten die Folgekosten für die Türkei 20 Milliarden Dollar (19,3 Mrd. Euro) übersteigen. Über die Höhe der vorgesehenen US- Finanzhilfen machte Taylor keine Angaben.

Während viele Türken einen Krieg gegen ein anderes moslemisches Land ablehnen, fürchtet das offizielle Ankara vor allem die wirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen des möglichen Irak-Krieges. Der Krieg könnte in der unmittelbaren Nachbarschaft könnte die Wirtschaftskrise, in der sich die Türkei befindet, vertiefen. Außerdem könnte ein Ende des Regimes des irakischen Präsidenten Saddam Hussein zur Gründung eines unabhängigen Kurdenstaates im Nord-Irak führen und damit auch den Autonomiebestrebungen der Kurden innerhalb der Türkei Auftrieb geben.

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