28 Tote bei Anschlag im Irak

Im Irak haben Selbstmordattentäter am Sonntag bei einem Anschlag auf einen Bus mit Nationalgardisten nördlich von Bagdad offenbar 26 Menschen mit in den Tod gerissen.

Die beiden Attentäter hätten sich in einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug neben dem Bus in die Luft gesprengt, sagte ein US-Militärsprecher. Bei dem Anschlag sei außer den beiden Attentätern und 25 Nationalgardisten auch ein irakischer Passant getötet worden. Zuvor hatte es geheißen, es seien 18 Nationalgardisten und eine Passantin ums Leben gekommen.

Das Attentat ereignete sich den Angaben zufolge vor einem US-Militärstützpunkt. Es war der folgenschwerste Angriff seit fast vier Monaten auf die im Aufbau begriffenen irakischen Sicherheitskräfte. Wenige Stunden später kam es zu einem weiteren Anschlag in der Region: Aufständische töteten drei Polizisten nahe der Stadt Samarra und erschossen einen Kommunalpolitiker sowie dessen Fahrer und dessen Leibwächter.

Seit Beginn der US-Invasion 2003 sind Hunderte Angehörige der irakischen Sicherheitskräfte getötet worden, denen die Aufständischen Kollaboration mit den US-Truppen im Land vorwerfen. Mit den Anschlägen versuchen Gegner der US-Truppen und der Übergangsregierung, die für 30. Jänner vorgesehenen Wahlen zu torpedieren.

Die US-geführten Truppen und die irakischen Streitkräfte unter der Übergangsregierung von Ministerpräsident Iyad Allawi wollen ihrerseits bis zu den Wahlen den Einfluss der Rebellen eindämmen und haben vor allem in deren Hochburgen nördlich und westlich von Bagdad Offensiven gegen sie begonnen. Die Nationalgarde gilt dabei als „Hauptwaffe“ der Übergangsregierung. Im Jänner soll sie mit der irakischen Armee vereinigt werden.

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