2,8 Mio. Euro veruntreut: Salzburger vor Gericht

Angeklagter setzte sich 2001 in die Toskana ab
Angeklagter setzte sich 2001 in die Toskana ab ©APA (Neumayr)
Am Landesgericht Salzburg muss sich ab Montag ein früherer Wirtschaftsanwalt verantworten, der 2,8 Mio. Euro Klientengelder veruntreut haben soll. Laut Anklage hat sich der 59-jährige Salzburger im Herbst 2001 gemeinsam mit seiner ebenfalls angeklagten Lebensgefährtin mit dem abgezweigten Geld in die Toskana abgesetzt, wo die beiden eine neue Existenz aufgebaut haben.

Die Verhandlung ist für zwei Tage angesetzt. Bereits seit 1999 soll der Ex-Anwalt wegen seines aufwendigen Lebensstils zahlungsunfähig gewesen sein. Nur durch den Zugriff auf die Konten, die mit Geld seiner Mandanten gefüllt waren, konnte er sich laut Staatsanwaltschaft über Wasser halten. Zwei Jahre später sei ein Konkurs aber unvermeidlich geworden. Um diesen zu verhindern, habe er daher die enorme Summe abgezweigt und sich mit der Lebensgefährtin in der Nähe von Florenz ein neues Leben aufgebaut.

Bis zum 30. Juli 2009 dauerte das Leben in der Illegalität, dann klickten bei einer Kontrolle einer Pension in Reggello, die die beiden betrieben, die Handschellen. Das Duo wurde inhaftiert und einige Monate später nach Salzburg ausgeliefert. Rund 1,2 Mio. Euro wurden sichergestellt. Der Salzburger ist nach Angaben seines Anwaltes Raimund Danner geständig, seine Lebensgefährtin zum Teil. Im Falle einer Verurteilung wegen teils versuchter, teils vollendeter Veruntreuung droht den beiden eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

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