28.000 in- und ausländische Polizisten im Einsatz

"Das Team für die EURO ist gut aufgestellt", so der Tenor der EURO-Sicherheits­verantwortlichen bei der Host-City-Pressekonferenz am Freitag in Wien.

Insgesamt werden österreichweit 27.000 heimische Polizisten eingesetzt, unterstützt von 1.100 Kollegen aus dem Ausland. Alleine in Wien wird es an Spieltagen um 1.800 mehr Beamte geben, an spielfreien Tagen um 1.200.

Besonders kritische Gebiete – wie zum Beispiel beim Sonntag-Spiel Österreich-Kroatien die Ottakringer Straße in Wien – werden laut dem Chef der Wiener Polizei, Gerhard Pürstl, “genau im Auge behalten”. Man wolle sich vonseiten der Exekutive in erster Linie auf Dialog und Deeskalation beschränken. Bei Ausschreitungen “sind wir aber so gut aufgestellt, dass wir uns polizeilich durchsetzen können”.

Aus sportlicher Sicht betrachtete der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Erik Buxbaum, die Sicherheitsvorbereitungen des “Teams der österreichischen Polizei”. Zusammen mit den “Legionären”, den Beamten aus dem Ausland, erwarten sie sich “fröhliche, freundliche und sichere Spiele”. Mit den vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen wolle man das Spiel nicht “zerpfeifen”, aber “Störenfrieden die rote Karte zeigen”, sagte Buxbaum bei der Host City-Pressekonferenz.

Für die alltägliche Arbeit wurde das Personal in den Polizeiinspektionen um 30 Prozent aufgestockt. “Es muss sich niemand fürchten, dass alles andere neben der EURO in den Hintergrund rückt”, versicherte Pürstl.

In Hinblick auf die Spiele Deutschland-Polen und Österreich-Kroatien beruhigen die Sicherheitsbeauftragten: Bis jetzt gebe es “keine Hinweise auf eine besonders aufgeheizte Stimmung”, sagte Buxbaum. Man sei im engsten Kontakt mit den Kollegen im Ausland und wachsam. Der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit verwehrte sich gegen die Vorverurteilung einzelner Nationen: “Wir wollen keine gewaltbereiten Fans, egal welcher Nationalität.”

Seit fünf Jahren bereite sich ein Projektteam gemeinsam mit der Schweiz auf die Großveranstaltung vor. “Es ist uns wichtig, dass sich die Bevölkerung und die Gäste sicher fühlen”, fügte der Polizeipräsident hinzu. Ein integrierter Einsatz- und Führungsstab ist am Wiener Schottenring für die gemeinsame Koordination aller Maßnahmen zuständig. Er besteht aus Vertretern der Polizei, Blaulichtorganisationen und der zuständigen Magistratsabteilungen.

Wie viele Fans anreisen, könne laut Buxbaum nicht beantwortet werden: “Man sagt, dass pro verkaufte Karte drei oder mehr Fans ins Land kommen, aber das ist unter anderem auch eine Frage des Wetters und wer ins Finale kommt .”

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