27-Jähriger wollte Polizisten überfahren: Prozessstart in Wien

In Wien startet ein Schwurprozess gegen einen 27-Jährigen.
In Wien startet ein Schwurprozess gegen einen 27-Jährigen. ©APA (Sujet)
Vergangenen August lieferte sich ein 27-Jähriger eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei durch Wien, dabei soll er auch auf zwei Beamten losgefahren sein, die sich ihm in den Weg stellten. Nun muss er sich dafür vor Gericht verantworten.

Nach einer wilden Verfolgungsjagd mit der Wiener Polizei, im Zuge derer ein 27-Jähriger mit einem gestohlenen Fahrzeug mit bedingtem Tötungsvorsatz auf zwei Beamte losgefahren sein soll, befasst sich am Donnerstag ein Schwurgericht am Landesgericht mit dem rasenden Lenker.

Da der Mann laut einem psychiatrischen Gutachten aufgrund einer paranoid-psychotischen Schizophrenie zurechnungsunfähig war, hat die Staatsanwaltschaft seine Unterbringung im Maßnahmenvollzug beantragt.

Wilde Verfolgungsjagd mit der Wiener Polizei

Der Mann hatte am 3. August 2020 ausgerechnet vor der Marokkanerkaserne - dort befindet sich die Sicherheitsakademie der Landespolizeidirektion - ein nicht abgesperrtes Firmen-Fahrzeug an sich gebracht und in Betrieb gesetzt. Der Zündschlüssel steckte.

Die Polizei nahm am Opernring die Verfolgung auf. Sämtliche Versuche, den Mann zu stoppen, scheiterten. Ein ihm folgendes Polizeifahrzeug versuchte der 27-Jährige mehrfach von der Fahrbahn zu drängen, auf der Gumpendorfer Straße fuhr er auf Polizisten los, die sich ihm mit gezückten Dienstwaffen in den Weg stellten.

Brückengeländer stoppte Flucht des 27-Jährigen

Die Raserei fand erst im 14. Bezirk ihr Ende, als der Mann nach einer Fülle von Verwaltungsübertretungen - Ignorieren von Tempolimits, Einbahn- und Vorrangregeln und roten Ampeln auf der Baumgartner Brücke - gegen das Brückengeländer krachte und infolge nicht mehr weiter konnte.

(APA/Red)

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