250.000 Menschen in Ostsyrien vom IS eingeschlossen

Rund 50 Orte in Syrien werden belagert
Rund 50 Orte in Syrien werden belagert
Mindestens 250.000 Menschen sind nach Angaben von Menschenrechtlern in Teilen der ostsyrischen Stadt Deir al-Zor von der Terrormiliz IS eingeschlossen. Die Jihadisten verhindern, dass Nahrungsmittel und Medizin in die von Regimetruppen gehaltenen Gebiete vordringen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch.


Die Preise für diese Güter seien in der Enklave bereits in astronomische Höhen geklettert. Auch dürften Personen die Stadtteile nicht verlassen. Die Belagerung Deir al-Zors begann vor etwa einem Jahr.

Hilfsorganisationen wollen unterdessen am Donnerstag weitere Nahrungsmittel und Medikamente in drei belagerte syrische Städte bringen. Nach UN-Angaben handelt es sich um das von syrischen Truppen belagerte Madaya sowie um die von Rebellen eingekesselten Städte Fua und Kafraja.

Linda Tom, Sprecherin des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Hilfe sagte, später solle eine vierte Stadt, das von der Armee belagerte Sabadani, Hilfe erhalten. Nach monatelangem Warten hatte am Montag erstmals ein Hilfskonvoi die hungernden Menschen in Madaya, Fua und Kafraja erreicht. Madaya und Sabadani liegen in der Provinz Damaskus an der Grenze zum Libanon, Fua und Kafraja befinden sich in der nordwestlichen Provinz Idlib. Die in Madaya eingetroffene Hilfe wird nach Angaben von Hilfsorganisationen für etwa einen Monat ausreichen. Helfer berichteten von massiver Unterernährung unter der Bevölkerung.

Tom zufolge ist die Entsendung medizinischer Teams und mobiler Krankenstationen nach Madaya besonders wichtig. Ob dies am Donnerstag möglich sein werde, war zunächst unklar. Nach UNO-Angaben werden insgesamt 50 Orte im Bürgerkriegsland Syrien belagert, in diesen seien 400.000 Menschen gefangen.

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