2,5 Millionen Liter: Rathausplatz wird für Life Ball überflutet

Die diesjährige Eröffnung des 17. Wiener Life Balls wird nass. Die Zeremonie am 16. Mai wird ganz im Sinne des heurigen Mottos am, auf und im Wasser stattfinden. Zu diesem Zweck wird der Rathausplatz sprichwörtlich geflutet.

Ein Becken mit 2.418 Quadratmetern Fläche und 2,5 Millionen Liter Wasser rund um den Red Ribbon Laufsteg ist einer der Hauptakteure der Show. Es ist zentral auf dem Rathausplatz gebaut und erstreckt sich von den Seiten und der Front der Showbühne bis hin zum Blue Carpet.

Möglich gemacht wird dieses gigantische Bauwerk von der oberösterreichischen Firma Baumann/Glas/1886 GmbH, die das Wasserbecken dem Life Ball kostenlos zur Verfügung stellt. Dabei wird eine Art Hochwasserschutz-System eingesetzt, berichtete Geschäftsführer Franz Baumann im APA-Gespräch. In diesem Fall werden keine drohenden Fluten abgewehrt, sondern das Wiener Hochquellwasser gebändigt.

Bei der Life Ball-Wasserbühne handelt es sich um einen speziellen Schnelldamm aus glasfaserverstärkten Wabenpaneelen, die besonders leicht sind und als Bausteinsystem schnell zusammengefügt werden. “Ein Element wiegt nur etwa 30 Kilogramm und bringt bei einer Baulänge von zwei Metern eine Stauhöhe von bis zu 1,30 Metern”, so Baumann. Dabei wirke auf die einzelnen Elemente ein statischer Druck von etwa 1,3 Tonnen, weshalb die Einzelteile mit Aluminium-Spreitzbremsen fest aneinandergefügt werden und mit Bodenankern ca. 30 cm tief im Rathausplatz gesichert werden.

“Die besondere Herausforderung besteht darin, dass der Wiener Rathausplatz ein Gefälle von einem Meter auf 70 Meter aufweist und darüber hinaus einige Kaskaden eingebaut werden”, erklärte Baumann. “Das schlimmste wäre, wenn ein Vandale ein Element herausreißen würde, dann flutet alles Richtung Ringstraße.” Dass das nicht passiert, darauf achtet die Wiener Feuerwehr, die den Aufbau rund um die Uhr bewacht.

Am Sonntag vor dem Life Ball (11. Mai) wird vermutlich mit den Bodenmarkierungen begonnen, danach wird die wasserdichte Industriefolie ausgelegt. Vermutlich am Mittwoch werden die statischen Elemente aufgebaut. Sechs bis zwölf Leute sind im Einsatz, so Baumann. Am Donnerstag oder Freitag wird das Becken gefüllt. “Wir müssen sehr flexibel sein. Es hängt sehr viel von der Witterung ab.”

Am Ende soll in der Wasserlandschaft sogar das Fahren mit Booten möglich sein. Baumann und sein Team haben die Konstruktion rund ein dreiviertel Jahr geplant.

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