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"25 Jahre Hektiker": "Silberne" im Simpl

&copy Sabine Klimpt
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Sie sind zwar noch nicht alt, aber doch schon etwas in die Jahre gekommen. "Die Hektiker" feierten am Donnerstag Abend die Premiere ihres Jubiläumsprogramms „Silberhochzeit“.

Sie leisteten es sich – wie Altmeister jeder Branche es sich gerne erlauben -, auf Kostüme oder aufwändige Choreographien gänzlich zu verzichten. Stattdessen waren Highlights aus 25 gemeinsamen Jahren angesagt, und die Grenzen zwischen beißender Satire, gelungenen Parodien und wenig inspirierter Blödelei verschwammen dabei ständig.

Als Werner Sobotka als Vorsitzender des Vereins für „Fremdenfreunde“ die älteste Nummer des Abends (aus dem Jahr 1991) präsentierte, bekam man stark das Gefühl, dass die satirische Kraft der Truppe schon mal ausgeprägter war. Da blieb den Zuschauern auch fünfzehn Jahre später noch das Lachen im Hals stecken, und man hätte sich auf noch mehr solcher Nummern gefreut.

Doch die vor Improvisationen nicht gefeite Revue – oder „Jam-Session“, wie es in der Ankündigung hieß – setzte schließlich doch mehr auf die großen Publikumsmagneten: Florian Scheuba parodierte Ottfried Fischer als „Weltpolizisten“, Wolfgang „Fifi“ Pissecker durfte als versandelter Herrgott der Wiener oder – bei der Zugabe – als Ski-Wunder Harti Reschberger glänzen und der Musical-Spezialist Viktor Gernot war mit einer kapitalismuskritischen Version der Fendrich-Hymne „I am from Austria“ („Weil i a Oaschloch bin“) und als Lead-Sänger beim Boygroup-Veriss „Ich scheiß dir ins Hirn“ voll in seinem Element.

Apropos Fendrich: Zwischen den alten Nummern gab es im klassischen Comedy-Pointenstil immer wieder – zum Teil witzige, zum Teil recht abgehalfterte – Spitzen gegen aktuelle Promis. Neben Fendrich und Fiona Swarovski, die interessanter Weise in der gleichen Causa ihr Fett abbekamen, wurden auch Notstandshilfenbezieher Albert Fortell oder das BZÖ-Milieu von Peter Westenthaler Opfer des „Hektiker“-Humors. Auf die berühmt-berüchtigten Haider-Parodien wurde gestern zwar verzichtet, dafür bekamen FPÖ-Chef HC Strache und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll verbale Prügel.

Eines der Highlights des Jubiläumsprogramms: Florian Scheubas Armin Assinger-Parodie, die den „Millionenshow“-Moderator als neuen und recht Intellektuellen-feindlichen Host von „Treffpunkt Kultur“ präsentiert. Während Assinger offenbar jedoch weniger zu den Fans der „Idealismus-Truppe“ (Eigendefinition) zählt, ließen sich gestern ansonsten zahlreichen Promis blicken: Neben Kabarett-Kollegen wie Thomas Maurer und Werner Schneyder wurde etwa auch ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger gesichtet; und dem blieb es als Erste Reihe-Gast natürlich nicht erspart, auch genüsslich ins Programm eingebunden zu werden.

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