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2018: Rekordjahr für Wiener Villenmarkt in Währing und Döbling

Der Villenmarkt in Döbling und Währing hat ein Rekordjahr hinter sich.
Der Villenmarkt in Döbling und Währing hat ein Rekordjahr hinter sich. ©Christian Steinbrenner/Otto Immobilien
2018 war für den Wiener Villenmarkt in Währing und Döbling ein Rekordjahr. Es konnte ein Umsatz von 211 Millionen Euro erzielt werden.

In Währing und Döbling hat man am Villenmarkt ein Rekordjahr hinter sich. “Mit 73 Verkäufen rangieren die Vorjahresumsätze um 49 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt”, so Prokurist und Leiter der Vermarktung Wohnimmobilien und Zinshäuser Richard Buxbaum. Im Durchschnitt werden in den beiden klassischen Villenbezirken jedes Jahr 49 Villen verkauft.

Währing und Döbling: Villenpreise sind in Bewegung

Auch die Kaufpreise sind in Bewegung. Das mittlere Preisniveau (Mittlerer Kaufpreis: 50 Prozent der Villen wurden unter diesem Wert verkauft, 50 Prozent darüber) für Villen im 18. und 19. Wiener Bezirk lag im Vorjahr bei 2,35 Millionen Euro. 2009 lag der Wert noch bei 1,2 Millionen Euro. Im Villenreport spricht man von einer durchschnittlichen jährlichen Preissteigerung von 7,8 Prozent. mit 41 Prozent ist das Angebot in Grinzing und Pötzleinsdorf am größten. Hier liegen die Preise im Mittel zwischen 2,5 Millionen Euro und 3,2 Millionen Euro.

Das relevante Villenangebot in den beiden Bezirken umfasst derzeit 58 Häuser. 41 Prozent davon konzentrieren sich mit dem Stichtag am 8. April 2019 auf die Katastralgemeinden Grinzing und Pötzleinsdorf. Der Rest des Angebotes verteilt sich auf die anderen Bezirksteile, wobei die teuersten Villen in Oberdöbling und Untersievering zu finden sind.

Der Villenmarkt wird auf Verkäufer- wie auch auf Käuferseite von Privatpersonen dominiert. Ein Paradigmenwechsel zeichnet sich jedoch ab. “Wir beobachten, dass Projektentwickler immer öfter sanierungsbedürfte Häuser kaufen, um sie dann umfassend und hochwertig zu renovieren und anschließend wieder – manchmal auch komplett möbliert – zu verkaufen”, so Villenexpertin bei Otto Immobilien Michaela Orisich. Bei den Käufern ist oftmals der Wunsch da, ein sofort bezugsfertiges Haus zu kaufen, ohne selbst renovieren zu müssen. “Altehrwürdige, aber sanierungsbedürftige Villen werden auf diese Weise aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt und erstrahlen in neuem Glanz”.

Villenmarkt in Wien: Infrastruktur wird immer wichtiger

Die Nachfrage nach Villen in Wiens traditionelllen Cottagevierteln ist nachwievor groß. Die konkrete Lage und die Infrastruktur spielen jedoch eine immer größere Rolle. “Entscheidend ist, ob Schulen oder Kindergärten auch ohne Auto zu erreichen sind oder man Dinge des täglichen Lebens fußläufig erledigen kann”, so Villenexpertin Sonja Kaspar. Dieser Trend zeigt wird durch die gestiegene Zahl der Verkäufe in Unter- und Oberdöbling bzw. Untersievering im Jahr 2018 belegt.

In den Bezirken Währing und Döbling gibt es mit dem Stichtag am 8. April genau 3.471 Villen. 2.356 (68 Prozent) befinden sich davon in Wien-Döbling, 1.115 (32 Prozent) in Wien-Währing.

(APA/Red)

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