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2001: 16 Journalisten getötet

Zeitungsverband AMJ gab bekannt, dass im Vorjahr 60 Journalisten getötet wurden, 16 der Opfer kamen in Lateinamerika um, acht im Afghanistan-Krieg.

Im Vorjahr sind in aller Welt 60 Journalisten getötet worden, die meisten von ihnen in Lateinamerika. Insgesamt wurden in Südamerika 16 Opfer gezählt, zehn davon in Kolumbien. Der Krieg in Afghanistan hat acht Journalisten das Leben gekostet. Diese Daten gab der in Paris angesiedelte „Weltverband der Zeitungen“ (AMJ) bekannt.

Unter den Opfern der Terrorangriffe in den USA befinden sich laut AMJ auch zwei Journalisten. Es handelt sich um den Fotografen William Boggart, der im Zuge eines Einsatzes nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York verschollen ist, und um William Stevens, der in der Redaktion seiner Zeitung Anthrax-Pulver eingeatmet hat und daran gestorben ist.

Besonders gefährlich für Journalisten waren 2001 auch die Philippinen, die vier Opfer gefordert haben. Medienvertreter sind überdies laut AMJ in weiteren 25 Ländern getötet worden.

Es handelt sich um jeweils 2 Opfer in Algerien, Thailand, Palästina und der Ukraine. Ein Journalist starb jeweils in Angola, Bangladesch, China, Spanien, Frankreich, Georgien, Großbritannien, Haiti, Indien, Indonesien, im Irak, im Kosovo, Kuweit, Lettland, Mazedonien, Nigeria, Russland, Serbien, Somalia, Swasiland und Uganda.

Im Jahr 2000 hatte AMJ 53 getötete Journalisten gemeldet, 1999 waren es 71, 1998 waren es 28 und 1997 waren es 26 gewesen. In Kolumbien, seit Jahren das gefährlichste Land der Welt für Journalisten, wurden seit 1997 insgesamt 31 Medienvertreter umgebracht.

Die AMJ vereint 18.000 Zeitungen und zählt unter ihren Mitgliedern 71 Zeitungsverbände, sowie die Leiter von Zeitungen aus 93 Ländern, 14 Presseagenturen, sowie sieben regionale und weltweite Pressegruppen.

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