20 Jahre Nachbar in Not: Jubiläum in der Hofburg

Heinz Fischer war in bester Laune beim Jubiläum für Nachbar in Not
Heinz Fischer war in bester Laune beim Jubiläum für Nachbar in Not ©APA
20 Jahre gibt es die Aktion 'Nachbar in Not' schon, und die Erfolgsgeschichte ist beeindruckend. Heute wurde das Jubiläum mit hochrangigen Gästen in der Wiener Hofburg gebührend gefeiert.

Allen voran natürlich Hausherr Bundespräsident Dr. Heinz Fischer. Geladen und gekommen waren nicht nur hochrangige Vertreter des ORF und der “Nachbar in Not“-Hilfsorganisationen – Caritas, Care, Diakonie, Hilfswerk, Malteser, Rotes Kreuz, Samariterbund und Volkshilfe – sondern auch zahlreiche Botschafter jener Länder, denen “Nachbar in Not” in den vergangenen zwanzig Jahren in Krisen- und Katastrophenfällen geholfen hat. Insgesamt 199 Millionen Euro sind seit der Gründung der Hilfsaktion, die 1992 als Hilfe für die Flüchtlinge und Vertriebenen des Jugoslawienkrieges ins Leben gerufen wurde, von den  Österreichern gespendet worden.

Heinz Fischer: “Stolz auf Österreich!”

Bundespräsident Heinz Fischer erinnerte an die historische Dimension der Nachbarschaftshilfe und daran, dass “zwanzig Jahre in der Geschichte ein Augenblick”, gleichzeitig aber auch ein Zeitraum, “in dem Geschichte geschrieben” werde, seien. Fischer: “‘Nachbar in Not’ hat unglaubliche Kontinuität bewiesen. 1992 hätte sich niemand vorstellen können, dass wir 2012 hier zusammensitzen und dass seither 199 Millionen Euro gespendet worden sind.” Und weiter: “Ich bin sehr stolz auf Österreich und darauf, was Menschen in Österreich für Menschen in anderen Ländern und für Nachbarn in Not leisten.” Der Bundespräsident betonte außerdem – in Anlehnung an ein Zitat von Alexander Solschenizyn: “Das Gute und das Böse teilt die Menschen nicht. Es geht oft mitten durchs Herz ein und desselben Menschen. ‘Nachbar in Not’ ist ein Kristallisationspunkt, der bewirkt, dass man Angst und Scheu vor Fremdem überwindet und Mitmenschlichkeit und Humanität hervorbringt.”

Rückblick: 20 Jahre Hilfe aus Österreich

Am 26. Mai 1992 war in einer Pressekonferenz von ORF, Caritas und Rotem Kreuz der Start einer Hilfsaktion mit Namen “Nachbar in Not” für die Flüchtlinge und Vertriebenen im auseinanderfallenden Jugoslawien gestartet worden. Zuerst war sie nur für kurze Zeit angelegt, doch die Krise beim südlichen Nachbarn hielt an. Insgesamt zehn Jahre lang, von 1992 bis 2002, half “Nachbar in Not” – mit immer wieder neuen Schwerpunkten – den Menschen in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land beim Überleben und schließlich auch beim Wiederaufbau. 125 Millionen Euro spendeten die Österericher, das waren insgesamt  5.700 LKW-Transporte mit Hilfsladungen, die Überlebenshilfe für 300.000 Menschen und ein Dach über dem Kopf für  50.000 Menschen brachten. (OTS/Red)

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