2.000 protestierten gegen Bildungsabbau

Unter dem Motto "Bildung ist keine Ware" demonstrierten heute Schüler, Studenten, Lehrer und Universitätsangehörige in Wien gegen Bildungs- und Sozialabbau.

Rund 2.000 Schüler und Studenten haben heute, Freitag, Vormittag in Wien gegen Bildungs- und Sozialabbau protestiert. Nach Veranstalter-Angaben rund 1.500 Schüler (Polizeiangaben: 3.000) starteten um 9.30 Uhr ihren Demonstrationszug am Westbahnhof und zogen anschließend über Mariahilferstraße und Landesgerichtsstraße in Richtung Universität, wo sie auf rund 300 Studenten trafen. Mit Transparenten wie „Sie sagen kürzen, wir sagen stürzen“ und Parolen wie „Schüler und Lehrer – gegen Gehrer“ und „Was bedeutet Schwarz und Blau – Bildungs- und Sozialabbau“ protestierten die Jugendlichen gegen die Bildungspolitik der Regierung.

Vor der Universität wurden bei einem „Volksparlament“ symbolisch über die Privatisierung öffentlicher Güter abgestimmt. Aus Protest gegen den neuen Organisationsplan der Universität Wien führten Studenten außerdem ein Theaterstück über den „dunklen Herrscher“ Rektor Georg Winckler auf. Dabei wurde dieser als Bösewicht Sauron aus der Kino-Trilogie „Herr der Ringe“ dargestellt. Die Demonstration war um 11.30 Uhr noch im Gange, gegen 12.30 ist Am Hof eine Abschlusskundgebung geplant.

Öffentliche Bildung für alle

Die Demonstration fand im Rahmen eines vom Europäischen Sozialforum (ESF) und vom Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) veranstalteten Aktionstags gegen Sozialabbau statt. Interessenvertretungen wie Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH), die Bundesschülervertretung, die Österreichischen LehrerInnen Initiative – Unabhängige GewerkschafterInnen (ÖLI-UG) und die Plattform universitärer Mitbestimmung (PLUM), die zu der Demonstration aufgerufen haben, fordern vor allem die Sicherung eines öffentlichen und unentgeltlichen Bildungssystems für alle.

Redaktion: Magdalena Zotti

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • 2.000 protestierten gegen Bildungsabbau
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen