19. November ab sofort Welt-Toiletten-Tag

Saubere Sanitäranlagen als Frage der Menschenwürde
Saubere Sanitäranlagen als Frage der Menschenwürde
Die Vereinten Nationen haben den 19. November zum Welt-Toiletten-Tag erklärt. Die 193 Mitglieder der UNO-Generalversammlung stimmten am Mittwoch einstimmig dem Vorschlag Singapurs zu, diesen Tag dem Kampf für saubere Sanitäranlagen zu widmen.


Singapurs Geschäftsträger Mark Neo sagte vor der Abstimmung, ihm sei es egal, wenn darüber Witze gemacht würden, solange “das vorherrschende, ungesunde Tabu” anerkannt würde, das “eine offene und ernsthafte Diskussion” des Hygieneproblems verhindere.

Neo betonte, dass noch immer weltweit 2,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu vernünftigen Sanitäranlagen hätten. 1,1 Milliarden Menschen würden stattdessen in der Natur ihr Geschäft verrichten. Durch den Bau von Toiletten könnte das Leben von 200.000 Kindern pro Jahr gerettet werden, sagte Neo.

Der stellvertretende UNO-Generalsekretär Jan Eliasson lobte den Vorstoß des südostasiatischen Stadtstaats. “Ordentliche Sanitäranlagen sind eine Frage der Menschenwürde”, sagte Eliasson.

Allen Menschen auf der Welt Zugang zu sauberen Toiletten zu verschaffen gehört zu den UNO-Milleniumszielen, doch gibt es bisher nur wenig Fortschritte. Wenn es so weitergeht, wird das Ziel statt wie geplant 2015 erst im Jahr 2075 erreicht.

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