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176 Seeadler haben in Österreich überwintert

Insgesamt 176 Vögel konnten gezählt werden.
Insgesamt 176 Vögel konnten gezählt werden. ©APA/dpa/Frank Molter
In Österreich bleibt die Zahl der überwinternden Seeadler konstant hoch. Insgesamt konnten 176 Vögel im Zuge der Winterzählung beobachtet werden.

Die Anzahl überwinternder Seeadler in Österreich bleibt konstant hoch, wie die Naturschutzorganisation WWF Österreich am Donnerstag berichtete. Im Zuge der Winterzählung wurden insgesamt 176 Vögel in Niederösterreich, im Burgenland, in Oberösterreich und der Steiermark beobachtet.

Seeadler: Zurückgekommen, um zu bleiben

"Vor 20 Jahren galt der Seeadler hierzulande noch als ausgestorben", sagte Christian Pichler, Greifvogelexperte des WWF Österreich. Mittlerweile würden die jahrelangen Schutzbemühungen Wirkung zeigen: "Die letzte Brutsaison war mit 46 Jungvögeln die erfolgreichste seit seiner Rückkehr. Die gleichbleibend hohe Zahl überwinternder Seeadler bestätigt diesen Aufwärtstrend. Österreichs Wappentier ist zurückgekommen, um zu bleiben."

Niederösterreich: Hier überwintern die meisten Seeadler

In Niederösterreich überwintern mit 136 Individuen die meisten Seeadler. 56 wurden in den March-Thaya-Auen, 41 im Waldviertel, 31 in den Donau-Auen ober- und unterhalb von Wien sowie acht im Weinviertel gezählt. Schutzgebiete wie der Nationalpark Donau-Auen bieten dem Seeadler ideale Rahmenbedingungen. "Hier finden sie Horstbäume und beruhigte Bereiche für die Brut, ebenso Gewässerzüge für ihre Jagd auf Fische und Wasservögel. Neben den Wintergästen sind bis zu sechs Brutpaare ganzjährig im Nationalpark anzutreffen", sagte Nationalparkdirektorin Edith Klauser.

Auch das Burgenland ist wichtiges Überwinterungsgebiet: 19 Seeadler wurden auf der Parndorfer Platte, neun im Seewinkel (inklusive Grenzgebiet zu Ungarn) und neun im Südburgenland und der Ost-Steiermark gezählt. In Oberösterreich wurden drei der Vögel am Unteren Inn gesichtet.

Ziel: Überleben der Tiere in Österreich dauerhaft sichern

Trotz der mittlerweile sehr gut etablierten Population sei das Ziel, das Überleben der Tiere in Österreich dauerhaft zu sichern, noch nicht erreicht. "Verbotene Abschüsse und Vergiftungen stellen eine laufende Gefahr und die größte Bedrohung für Seeadler dar", betonte Pichler. Die Weiterführung von länderübergreifenden Schutzmaßnahmen bei gleichzeitiger Bekämpfung der illegalen Verfolgung sei entscheidend.

Der Seeadler gehört mit einer Flügelspannweite von bis zu 230 Zentimetern zu den größten Adlern Europas. Nach seiner Ausrottung war er laut WWF jahrzehntelang aus unseren Breiten verschwunden. Gesamteuropäische Schutzbemühungen führten zu seiner erfolgreichen Rückkehr. Österreich bietet aktuell etwa 35 bis 40 Brutpaaren Lebensraum.

(APA/Red)

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