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17 Prozent Steigerung: Winter-Rekordzahlen bei Radfahrern in Wien

Radfahren hat sich zum generellen Trend entwickelt.
Radfahren hat sich zum generellen Trend entwickelt. ©APA/ROLAND SCHLAGER
In Wien hat der heurige milde Winter Bestwerte beim Radverkehr eingebracht. Insgesamt kam es zu einer Steigerung von 17 Prozent.

Der heurige milde Winter hat dem Radverkehr in Wien Bestwerte beschert. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat alle 13 Zählstellen der Stadt verglichen und dabei einen Anstieg der Radler um insgesamt 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahres-Winter festgestellt. Das stärkste Plus gab es beim Praterstern mit 27 Prozent, hieß es gegenüber der APA.

Die meisten Radfahrer sind am Opernring unterwegs

Der VCÖ hat die Daten aus den Monaten Dezember, Jänner und Februar - und damit Werte vor dem Ausbruch der Corona-Krise und damit einhergehenden Maßnahmen der Bundesregierung - unter die Lupe genommen. Laut Analyse waren die meisten Radfahrer am Opernring unterwegs, nämlich durchschnittlich 2.678 pro Werktag (plus 16 Prozent). Bei der Operngasse wurden 2.430 Radler gezählt (plus 11 Prozent). Dahinter lag der Praterstern mit 1.719 Bikern pro Tag.

An allen Messstandorten gab es Zuwächse - bei fünf sogar um mehr als 20 Prozent. Die einzige Ausnahme bildet allerdings die Zählstelle Margaritensteg am Wienfluss im 5. Bezirk. Dort wurde ein leichtes Minus von 0,2 Prozent verzeichnet. Zurückzuführen ist das auf die Baustelle bei der U4-Station Pilgramgasse.

Radfahrer als genereller Trend

Der zunehmende Radverkehr lässt sich laut VCÖ aber nicht nur auf den milden Winter zurückzuführen, sondern sei ein genereller Trend. Denn im bisher wärmsten Winter der Messgeschichte 2006/2007 waren teils noch weit weniger Radfahrer in Wien unterwegs.

VCÖ-Sprecher Christian Gratzer empfahl angesichts des Coronavirus, unvermeidbare Individualfahrten wenn möglich mit dem Rad zurückzulegen. Denn bei dieser Art der Fortbewegung sei das Ansteckungsrisiko äußerst gering. Gleichzeitig bleibe mehr Platz in den Öffis für jene, die ihre Wege nicht anders bewältigen könnten.

(APA/Red)

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