16 Raubüberfälle in NÖ und Wien geklärt

Niederösterreichische Kriminalisten haben nach monatelangen Erhebungen eine Serie von Straftaten im Land selbst und in Wien geklärt. Dazu zählen nach Angaben vom Mittwoch u.a. 16 bewaffnete Raubüberfälle.

Acht Verdächtige sind in in Wiener Neustadt bzw. Wien in Haft, drei weitere zur Anzeige gebracht worden, berichtete die Sicherheitsdirektion.

Die Fahnder hatten ursprünglich gegen einen 21-jährigen Mann aus dem Bezirk Baden ermittelt. Geklärt wurden letztlich neben den bewaffneten Coups – Tatorte waren den Ermittlern zufolge Postämter, Tankstellen, Trafiken, Hotels und Wettbüros – auch Fälle von Suchtgifthandel, Erpressung, Diebstahl, Zuhälterei sowie von Waffenhandel. Die ausgeforschten Verdächtigen im Alter von 21 bis 44 Jahren stammen aus den Bezirken Baden und Wiener Neustadt sowie aus Wien.

Dem 21-jährigen Markus G. wird u.a. zur Last gelegt, Suchtmittelhandel im südlichen Niederösterreich organisiert zu haben. Dabei dürfte es sich um etwa 500 Gramm Kokain und Heroin sowie um geringe Mengen an Ecstasy, Amphetamin und Cannabiskraut gehandelt haben. Durch den Verkauf soll der mutmaßliche Täter 30.000 bis 35.000 Euro umgesetzt haben. 14 Abnehmer aus den Bezirken Baden und Wr. Neustadt sind angezeigt worden.

Der 23-jährige Wiener Markus L. soll unter Drohung des 21-Jährigen fünf Raubüberfälle begangen haben, nachdem er im vergangenen Dezember 20 Gramm Kokain auf Kommission gekauft, aber in Folge die Verzugszinsen nicht bezahlen konnte. Bei den Tatorten handelte es sich laut Polizei um Tankstellen im Bezirk Baden und in Liesing bzw. Meidling in Wien, eine Trafik in Meidling sowie um ein Postamt in der Donaustadt. Die Beute von etwa 8.000 Euro aus den Überfällen soll von dem 23-Jährigen zur Gänze an Markus G. übergeben worden sein, der sowohl ein Auto als auch eine Waffe zur Verfügung gestellt hatte.

Im Zuge der Erhebungen sind in der Folge mit der Ausforschung eines Quartetts um den Wiener Sezkin O. (24) auch elf bewaffnete Raubüberfälle auf Hotels und Wettbüros in Wien geklärt worden. Der 24-Jährige hatte bei seiner Festnahme eine Faustfeuerwaffe bei sich, die er von Markus G. erworben haben dürfte.

Der 21-Jährige wird auch verdächtigt, zwei junge Prostituierte im Wiener Rotlichtmilieu ausgebeutet zu haben. Er soll den Frauen binnen vier Monaten jeweils rund 25.000 Euro abgenommen haben. Weiters dürfte Markus G. geplant haben, in Mödling ein illegales Bordell zu eröffnen, was aber durch seine Verhaftung vereitelt worden sei.

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