16 Jahre Haft nach Attacke mit Schraubenzieher

Weil er seine Frau aus Eifersucht mit einem Schraubenzieher sechsmal in Hals und Bauch gestochen hat, ist ein 34-jähriger Mann am Mittwoch im Straflandesgericht Wien zu 16 Jahren Haft verurteilt worden.

Der Angeklagte war nach der Tat am 30. Oktober 2007 zur Polizei gegangen und sinngemäß gesagt, er habe seine Frau umgebracht.

Seit Jahren schon habe seine Frau Gewalttätigkeiten über sich ergehen lassen, so die Staatsanwaltschaft. Fünf Tage vor der Tat kam es wieder einmal zu einem Streit: Nach einigen Flaschen Bier schlug und trat der 34-Jährige auf seine Frau ein. Er habe einen konkreten Verdacht gehabt, dass er einen Nebenbuhler hatte, so der gebürtige Serbe, der seit 1998 in Österreich lebt und seit elf Jahren mit seiner Frau verheiratet ist.

Nach dem Vorfall wollte sich die Frau endgültig vom 34-Jährigen trennen und ging am nächsten Tag zur Polizei, ein Betretungsverbot wurde ausgesprochen. Daraufhin wollte der Angeklagte am 30. Oktober mit ihr sprechen und es kam zu einem neuerlichen Treffen.

Am Rückweg vom Lokal bog dann der 34-Jährige zum Parkplatz am Badeteich Süßenbrunn ab und verriegelte die Türen. Er attackierte die Frau mit einem Klappmesser und dann mit einem Umsteck-Schraubenzieher. Der Täter zerrte sein Opfer aus dem Auto und soll dann zugestochen haben. Das Werkzeug sei dabei immer wieder auseinandergebrochen: “Er hat es dazwischen immer wieder zusammenstecken müssen”, so die Frau. Als sich die lebensgefährlich Verletzte tot stellte, fuhr ihr Mann schließlich davon.

Das Urteil: 16 Jahre Haft wegen versuchten Mordes und weil er seine Frau in der Nacht auf den 25. Oktober im Rausch geschlagen und verletzt hatte sowie die Zahlung von 15.000 Euro Schmerzensgeld. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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