16.000 jubelnde Fans in der Wiener Fanzone

Keine Spur von Flaute in der Wiener Fanzone - ganz im Gegenteil: Die Kombination Kroatien, Deutsch­land, Polen sowie Österreich sorgte am Donnerstag für einen großen Andrang bereits am frühen Abend.

Schon beim ersten Match jubelten knapp 16.000 Fans um die Wette. Dabei stach naturgemäß eine Anhängerschar besonders hervor – die Deutschen, alleine wegen ihrer Nationalfarben. Aber auch aus einem anderen Grund.

Die Besucher mit den schwarz-rot-goldenen Dressen und Fahnen jubelten schon vor dem Anpfiff deutlich lauter als die Rot-Weißen (Polen), die Rot-Weiß-Karierten (Kroaten) oder die rot-weiß-roten Österreich-Fans. Diese konnten beim vom Fanzonen-Moderator veranstalteten Lautstärketest aber zumindest Platz zwei erringen.

Die meisten Gäste waren auch heute wieder am Rathausplatz unterwegs, wo sich ein Vorankommen bald ziemlich schwierig gestaltete. Gemütlicher ging es am Heldenplatz zu, wo der mit Holzspänen ausgelegte Teil eine angenehme und gern genutzte Möglichkeit zum Sitzen bietet.

“Das Bier läuft und es schmeckt sehr gut”, grölte eine Gruppe junger Kölner bereits eine Stunde vor dem Anpfiff. Seit 9.00 Uhr – unmittelbar nach der elfstündigen Anreise – habe man begonnen den Durst mit Gerstensaft zu löschen, johlte Thomas. Perücke, laute Tröte, auffällige Schminke dürfen bei Fußball-Liebhabern aus dem Nachbarland allerdings ebenso wenig fehlen wie Alkohol.

Eine weitere Besonderheit: Im Gegensatz zu vielen anderen ausländischen Fans haben die Deutschen teilweise ganze EM-Urlaube geplant und bleiben gerne auch eine Woche um zwischen den Spielen Wien zu besichtigen. Er habe sich gleich für die ganze EM Urlaub genommen und werde in ganz Österreich herumfahren, erklärte ein junger Mann aus Hannover.

Zahlenmäßig zwar eindeutig unterlegen, aber ebenso siegessicher zeigten sich die kroatischen Fans. Keinen Zweifel an einem Triumph hat Zlatko aus Pozega. “Wir werden gewinnen, 2:0”. Seit Sonntag ist er in Wien, am Freitag geht es mit dem Bus – siegreich, wie er betont – zurück in die Heimat. “Wir gewinnen, wie hoch ist mir egal”, ist sich ein Mittfünfziger sicher. Seit 20 Jahren ist der gebürtige Kroate in Wien, sein Herz schlägt besonders beim Fußball aber weiterhin für die Heimat: “Für Österreich tu ma aber auch ein bissl die Daumen halten”, fügte er gnädig hinzu.

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