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150 Jahre altes Stephansdom-Modell kommt ins Wien Museum

5,4 Meter hohe Konstruktion war seit 1974 am Dachboden des Wiener Stephansdoms gelagert
5,4 Meter hohe Konstruktion war seit 1974 am Dachboden des Wiener Stephansdoms gelagert ©APA/HERBERT NEUBAUER
Der Wiener Stephansdom wird bald im Wien Museum ausgestellt - als Modell. Ein rund 150 Jahre alter, kleiner Zwilling des Originals war in den vergangenen Jahrzehnten am Dachboden des Doms gelagert.

Ab Herbst 2023 wird die rund fünfeinhalb Meter hohe Konstruktion im dann erweiterten Wien Museum zu bewundern sein.

Modell stammt aus dem Jahr 1859

Gefertigt wurde das Architekturmodell von 1849 bis 1859 vom preußischen Hofmodelleur Carl Ferdinand Schropp (1794-1876). Mit einer Höhe von 5,40 Metern, einer Breite von drei Metern und einer Länge von 4,34 Metern entspricht der Mini-Steffl somit einem Maßstab von 1:25 gegenüber dem echten Sakralbau.

Der Nachbau aus Holz, Gips, Karton und Glas war ursprünglich schon einmal im Besitz des Wien Museums, konnte dort aber wegen der sehr beengten Räumlichkeiten im Haus am Karlsplatz nicht ausgestellt werden. Nicht einmal im Depot gab es Platz dafür. Deshalb erging das Stephansdom-Modell 1974 als Schenkung an die Dompfarre St. Stephan, wo es seither auf dem Dachboden des Sakralbaus gelagert wurde und nur im Zuge von Domführungen besichtigt werden konnte. Nun wird es gewissermaßen retourgeschenkt.

Modell soll ab Herbst 2023 im Wien Museum zu sehen sein

Denn mit der Wiedereröffnung des umgebauten Museums am Karlsplatz, die für Herbst 2023 geplant ist, gibt es dann die Möglichkeit, das Exemplar in angemessener Weise der Öffentlichkeit zu präsentieren. Es wird in der künftigen zentralen Halle - dort, wo zuletzt das "Atrium" situiert war - ausgestellt, wo auch weitere Großobjekte zu sehen sein werden.

Bis es soweit ist, wird das Modell im Museumsdepot im niederösterreichischen Himberg noch restauriert. Für die Vorbereitung der Übersiedlung wurde der Mini-Steffl am Montagnachmittag stückweise durch eine Öffnung im Dachboden in das Kirchenschiff abgeseilt. Dafür hatten Fachleute die Konstruktion in rund 60 Teile zerlegt und in 18 Holzkisten verpackt. Neben Medienvertretern bestaunten auch Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sowie das Museumsleitungsduo Matti Bunzl und Christina Schwarz die ungewöhnliche Umzugsaktion.

(APA/Red)

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