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15 Tote bei Selbstmordanschlag in Russland

Eine mutmaßliche tschetschenische Selbstmordattentäterin hat am Donnerstag mindestens 14 russische Armeeangehörige in einem Bus getötet.

Der Bombenanschlag ereignete sich sich nach Armeeangaben außerhalb von Tschetschenien bei der Stadt Mosdok in der Teilrepublik Nord-Ossetien. Dort liegt der Stab des russischen Kaukasus-Kommandos für den Einsatz in Tschetschenien.

„Zu den Toten zählen sieben Soldaten – Piloten oder technisches Personal – und sieben Zivilangestellte“, sagte in Moskau der Sprecher der russischen Luftwaffe, Alexander Dobryschewski. Der Bus war mit insgesamt 27 Passagieren unterwegs zum Militärflugplatz außerhalb von Mosdok. „Als der Bus an einem Bahnübergang langsamer wurde, lief die Terroristin auf ihn zu und sprengte sich in die Luft“, sagte Dobryschewski nach Angaben der Agentur Interfax.

Bereits Mitte Mai hatte eine Tschetschenin bei einem Anschlag auf ein religiöses Fest 18 Menschen getötet. In der Nähe von Moskau fand die Polizei bei Ermittlungen nach dem Anschlag auf das Musical „Nord-Ost“ vom Oktober 2002 am Mittwoch ein Lager mit 400 Kilogramm Plastiksprengstoff, Zündern und anderer Munition.

Nordossetien grenzt an Tschetschenien, das seit den 90er Jahren von einem blutigen Konflikt zwischen der russischen Armee und nach Unabhängigkeit strebenden Rebellen erschüttert wird. Fahrzeuge sind in der Vergangenheit bereits mehrmals Ziel von Anschlägen geworden, zuletzt am vergangenen Freitag in Grosny. Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus in der tschetschenischen Hauptstadt kamen drei Menschen ums Leben.

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