15 Tankstellen-Überfälle in Wien und NÖ geklärt

Eine Reihe von Überfällen auf Tankstellen in Wien und Niederösterreich in den vergangenen Monaten ist nun geklärt worden. Ein 30-Jähriger aus dem Bezirk Wien-Umgebung soll laut Sicherheitsdirektion seit Ende Jänner für 15 versuchte und vollendete Überfälle verantwortlich sein. Dabei dürfte er rund 13.500 Euro erbeutet haben. Der Mann wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

Der Raubüberfall auf eine Tankstelle bei der Raststation Föhrenberg bei der Südautobahn am Samstag wurde dem Verdächtigen zum Verhängnis. Zeugen, die sich Fragmente des Kennzeichens des Fluchtfahrzeugs gemerkt hatten, brachten das Landeskriminalamt NÖ und die örtlichen Polizei auf die Spur des 30-Jährigen. Im Zuge der Einvernahme soll er dann neben dem jüngsten Coup auch 14 weitere Taten gestanden haben. Motiv dürfte seine Drogensucht gewesen sein.

Begonnen hatte die Raubserie am 27. Jänner in einer Trafik in Mannersdorf am Leithagebirge (Bezirk Bruck a.d. Leitha). Ab dann dürfte es der 30-Jährige ausschließlich auf Tankstellen abgesehen haben. Im März und April überfiel er zweimal dieselbe Tankstelle in Wienersdorf (Bezirk Baden). Weil es beim zweiten Mal aber nur beim Versuch blieb, soll der Mann noch am selben Tag eine Einrichtung in Wien-Donaustadt aufgesucht haben. Im April soll der Verdächtige Überfälle in Wien-Simmering, Wiener Neustadt und in Wien-Favoriten verübt haben. Zuletzt dürfte auch eine Einrichtung in Hirtenberg (Bezirk Baden) vom Beschuldigten ausgeraubt worden sein.

Bei den Überfällen soll der 30-Jährige immer die gleiche Kleidung getragen und nach eigenen Angaben eine Softgun-Pistole verwendet haben. Diese will er nach dem Coup am Samstag weggeworfen haben, sie wurde bis dato nicht gefunden, so die Exekutive. Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Mann noch weitere Straftaten begangen haben könnte.

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