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15-Jähriger attackierte WG-Betreuer mit Messer: Prozess in Wien

Am Mittwoch findet der Prozess am Wiener Landesgericht statt.
Am Mittwoch findet der Prozess am Wiener Landesgericht statt. ©APA/Helmut Fohringer (Themenbild)
Ein 15-Jähriger muss sich am Mittwoch vor dem Wiener Straflandesgericht verantworten. Er soll im April mit einem Messer auf einen WG-Betreuer losgegangen sein.

Am Mittwoch muss sich ein 15-Jähriger am Wiener Straflandesgericht verantworten, weil er im April in einer Wohngemeinschaft für Jugendliche auf seinen Mitbewohner und einen Betreuer mit einem Messer losgegangen sein soll. Nach einem Streit soll er mit einem Messer in der Hand und den Worten "Ich bring' dich um" auf einen Burschen losgerannt sein, was die Staatsanwaltschaft als Mordversuch wertete.

Der 15-Jährige, der seit seinem sechsten Lebensjahr in verschiedenen Betreuungseinrichtungen aufgewachsen ist, lebte seit drei Jahren in der WG mit zwei weiteren Jugendlichen in Wien. Am 17. April kam es zwischen ihm und einem Mitbewohner zum Streit. Zunächst schnappte sich der 15-Jährige einzelne Blätter einer Küchenrolle, zündete sie an und warf sie in Richtung seines Kontrahenten sowie dessen Halbbruder, der gerade zu Besuch war. Die Burschen erlitten durch die Abwehr Brandverletzungen an den Unterarmen.

15-Jähriger attackierte WG-Betreuer mit Küchenmesser

Beim Löschen der Flammen drehte sich der Mitbewohner um und sagte seinem Halbbruder, er soll zum eigenen Schutz in ein anderes Zimmer gehen. Plötzlich schlug ihm der 15-Jährige in den Rücken und die beiden begannen zu raufen. Ein Betreuer ging dazwischen und konnte die beiden gerade noch trennen. Das dürfte den nun Angeklagten dermaßen in Rage gebracht haben, dass er nach einem Küchenmesser aus dem Block griff und mit der Klinge nach vorne gerichtet auf den Burschen laut schreiend "Ich bring' dich um" zulief. Das Brüderpaar konnte sich gerade noch in den oberen Stock flüchten.

Jugendlicher befindet sich seit Messerattacke in U-Haft

Nun griff der Betreuer wieder ein und nahm dem Randalierer das Messer weg. Er versuchte, den völlig rabiaten Jugendlichen in ein Zimmer zu sperren. Doch der 15-Jährige befreite sich und holte aus der Küche erneut drei weitere Stichwaffen, die er Richtung Betreuer warf. Als dieser die Polizei alarmierte, nahm der Bursche Reißaus. Er konnte erst am nächsten Tag festgenommen werden und befindet sich seitdem in U-Haft.

Laut der psychiatrischen Sachverständigen Gabriele Wörgötter hat der Beschuldigte eine Persönlichkeit, die von Impulsdurchbrüchen bei verminderter Frustrationstoleranz geprägt ist. Neben Mordversuch werden dem Burschen, der von Silvia Vinkovits anwaltlich vertreten wird, versuchte absichtliche schwere Körperverletzung und Körperverletzung vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung im Sinne der Anklage drohen dem Burschen 15 Jahre Haft.

(APA/Red)

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