135 Tote bei IS-Offensive in syrischer Stadt Deir ez-Zor

Das Morden und das Chaos in Syrien gehen weiter
Das Morden und das Chaos in Syrien gehen weiter
Bei der Offensive der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in der ostsyrischen Stadt Deir ez-Zor sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 85 Zivilisten getötet worden. Zudem seien rund 50 syrische Regierungssoldaten und verbündete Kämpfer getötet worden, berichtete die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" am Samstag.


Zuvor hatte die “Beobachtungsstelle” von 75 getöteten Soldaten in der Stadt gesprochen. Der IS sei in den Norden von Deir ez-Zor, der Hauptstadt der gleichnamigen ölreichen Provinz, vorgerückt und habe den Vorort Al-Baghaliyeh eingenommen. Deir ez-Zor liegt rund 450 Kilometer nordöstlich von Damaskus.

Der IS kontrolliert den Angaben zufolge nunmehr 60 Prozent des Großraums Deir ez-Zor. Die “Beobachtungsstelle” beruft sich auf ein dichtes Netz von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben können wegen der unübersichtlichen Lage in dem Konfliktgebiet von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.

Schwere Kämpfe meldete die Beobachtungsstelle auch aus der nordsyrischen Provinz Aleppo. Dort seien mindestens 16 IS-Kämpfer getötet worden, als ihr Angriff auf einen Militärstützpunkt nahe der Stadt Al-Bab abgewehrt wurde. Den Angaben zufolge wurden die Regierungstruppen von russischen Kampfflugzeugen unterstützt. Auch das syrische Staatsfernsehen meldete, die Regierungstruppen hätten einen IS-Angriff abgewehrt.

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