12 und 15-Jährige Handyräuber in Wien ausgeforscht

Seit Dezember 2003 rund 100 Überfälle und Diebstähle - damit finanzierten die Buben ihre Besuche bei den Spielhallen im Prater.

„Früh übt sich…“: Ein altbekanntes Sprichwort könnte als Vorlage für ein junges Räuberduo gedient haben, das kürzlich von der Wiener Polizei ausgeforscht worden ist. Ein 15-Jähriger soll gemeinsam mit seinem zwölfjährigen Freund an die hundert Handydiebstähle begangen haben. Die beiden Sonderschüler sollen vor allem in Floridsdorf und in Teilen der Donaustadt ihr Unwesen getrieben haben, sagte Oberstleutnant Horst Zeilinger vom Kriminalkommissariat Nord am Freitag.

Zimperlich waren die beiden Burschen, die einander in der Sonderschule kennen gelernt haben, bei ihren Taten offenbar nicht, wie der Kriminalist schilderte: Zunächst fragten sie andere Jugendliche nach der Uhrzeit, wenn diese daraufhin das Handy zückten, entrissen sie es ihnen. Spurten ihre Opfer nicht, teilten sie vermutlich auch Schläge aus. Die Telefone sollen die Buben am Westbahnhof verkauft haben, um Geld für Spielhallen im Prater zu haben. Von den Abnehmern fehlt allerdings jede Spur, sagte Zeilinger.

Der 15-Jährige wurde festgenommen und der Justizanstalt Josefstadt eingeliefert, sein unmündiger mutmaßlicher Komplize wurde den Eltern übergeben. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 20.000 Euro. Die Polizei bittet etwaige Geschädigte, sich unter der Tel. Nr. 31310/67120 (Raubgruppe KK-Nord) zu melden.

Redaktion: Magdalena Zotti

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