1160 Wien: Pichler zeigt sein Naturhistorisches Museum

Skurrile Bilder aus dem Naturhistorischen Museum. Überraschungen inklusive.
Skurrile Bilder aus dem Naturhistorischen Museum. Überraschungen inklusive. ©Klaus Pichler, o.T. (Skeletons in the Closet), 2010
Skurril, tot und lebendig: Klaus Pichler zeigt ab 15. April am Yppenplatz 5 in 1160 Wien alles andere als alltägliche Bilder aus dem Naturhistorischen Museum.
Bilder von Klaus Pichler

Die Idee zu der extravaganten Ausstellung entstand bei einem nächtlichen Spaziergang beim Naturhistorischen Museum in Wien. Klaus Pichler blickte durch ein Fenster im Erdgeschoss und sah einen Büroraum mit Tisch, Computer und einer ausgestopften Antilope. Dieser Anblick brachte Klaus Pichler zum Denken: Wie sieht ein Museum hinter den Kulissen aus? Was passiert auf der Museums-Hinterbühne und wie werden die Exponate, die nicht in der Schausammlung sind, aufbewahrt?

Pichler zeigt verborgene Winkel des Naturhistorischen Museums

Mit diesen Fragen im Hinterkopf begann die Arbeit an der Serie „Skeletons in the Closet“, bei der die verborgenen Räume des Naturhistorischen Museums und deren Inhalt im Mittelpunkt stehen. Dazu gehören speziell die Depots, Kellerräume, Tiefspeicher und Lager, die verschiedenen wissenschaftlichen Abteilungen zugeordnet und dem öffentlichen Blick weitgehend verborgen sind. In diesen Räumen stapeln sich die unzähligen Exponate – nach genauer naturwissenschaftlicher Systematik sortiert und auf engstem Raum.

Naturhistorisches Museum wird auch als Wissensspeicher gezeigt

Auf den ersten Blick eine Ansammlung von skurrilen Stillleben, bieten die Bilder der Serie auch eine Betrachtung des dahinterliegenden Konzepts eines naturkundlichen Museums: Das Museum als Wissensspeicher, als Ort der westlichen Wissenschaftstradition des Sortierens, Kartographierens – und Beherrschens. Ermöglicht wird die Wissensproduktion durch eine Unzahl von wissenschaftlichen Exponaten. Tot, aber doch lebendig. Überraschungen inklusive.

 

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