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111 Orte in Wien, die Kriminalgeschichte geschrieben haben

Eine Zeitreise in die Wiener Kriminalgeschichte.
Eine Zeitreise in die Wiener Kriminalgeschichte. ©Emons Verlag/pixabay.com (Sujet)
Wo sollte man sich in Wien besser nicht blicken lassen? Autor Günther Zäuner taucht in seinem neuen Buch "111 Orte in der Wiener Unterwelt, die man gesehen haben muss" in die Wiener Kriminalgeschichte ein und zeigt die Stadt so, wie sie definitiv nicht im Reiseführer steht - Schmäh inklusive.

"Wiener Blut, mit Mord und Totschlag ham wir nix am Hut, doch sind für eine Hetz wir immer gut" - schon Falco besang im Lied "Wiener Blut" Ende der 80er-Jahre den Umgang mit Verbrechen, Gewalt und Prositution in Wien und die Verbindung der Wiener Unterwelt mit Politik und Wirtschaft.

Der Autor Günther Zäuner widmet sich in seinem neuen Buch "111 Orte in der Wiener Unterwelt, die man gesehen haben muss" ebenfalls diesem spannenden Thema und nimmt den Leser dabei in einen anderen Kosmos mit.

Gefährliche Schauplätze: Der Wiener Unterwelt auf der Spur

Internationalen Rankings zufolge zählt Wien zu den sichersten Städten der Welt. Dennoch exisitert in der Bundeshauptstadt seit Jahrzehnten eine Unterwelt, verborgen vor unbescholtenen Bewohnern und gänzlich unsichtbar für Touristen.

Wer mehr über Wien, wie es nicht im Reiseführer steht, erfahren möchte, hat mit "111 Orte in der Wiener Unterwelt, die man gesehen haben muss" die richtige Lektüre gewählt. Zäuner präsentiert auf 230 Seiten eine spannende Sammlung an Plätzen und Ecken, wo einst Blut geflossen ist und sich Tragödien ereignet haben. Dabei wird auch die historische Entwicklung der Wiener Unterwelt beschrieben. Nach "Strizzis" und "Pülcher" übernahmen später Gangster aus dem ehemaligen Ostblock die Geschäfte, was die Polizeiarbeit nicht gerade leichter machte.

Wiener Kriminalgeschichte wird mit Schmäh präsentiert

Der Autor schafft es, die eigentlich ernste und zum Teil brutale Thematik der Wiener Kriminalgeschichte mit einem gewissen Schmäh zu vermitteln. Manche Geschichten könnten auch aus Hollywood-Filmen stammen, sie ereigneten sich aber tatsächlich mitten in Wien. Auf der Zeitreise in die Vergangenheit tauchen auch immer wieder typische Begriffe und Floskeln der Wiener Gaunersprache ("Rotwelsch") auf, die zum Teil heute noch geläufig sind.

Fazit: Das Buch "111 Orte in der Wiener Unterwelt, die man gesehen haben muss" bietet als ungewöhnlicher Stadtführer kurzweilige Unterhaltung. Der Autor nimmt die Leser an Orte mit, die mitunter Kriminalgeschichte geschrieben haben. Wer sich gerne selbst ein Bild davon machen möchte, findet im Buch auch die dazugehörigen Adressen. Alles in allem eine lesenswerte Geschichte der Wiener Unterwelt und vieler ihrer wichtigsten Protagonisten.

Buchtipp:
111 Orte in der Wiener Unterwelt, die man gesehen haben muss
Verlag: emons
Autor: Günther Zäuner, mit Fotos von Manfred Burger
ISBN: 978-3-7408-1438-0

(Red/VKP)

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