1080 Wien: Josefstadt bringt vier Uraufführungen

Das Theater in der Josefstadt wartet mit vier Uraufführungen auf.
Das Theater in der Josefstadt wartet mit vier Uraufführungen auf. ©APA
Zufriedene Gesichter bei der heutigen Spielplan-Pressekonferenz des Theaters in der Josefstadt. Die Auslastung liegt in den Kammerspielen mit derzeit 94,55 Prozent noch höher als in der vergangenen Saison und damit auf Rekordkurs.

Die frischen Bearbeitungen von “Jugend ohne Gott” und “Der blaue Engel” haben sich als besonders erfolgreich erwiesen. “Das Konzept, dieses Theater mit Zeitgenössischem zu beleben, ist aufgegangen”, freute sich Direktor Herbert Föttinger und bleibt dem Konzept treu. “Wir riskieren weiter!” lautet seine “Überschrift für die nächsten fünf Jahre”.

Sechs Uraufführungen in der Josefstadt

Eine Auftragsarbeit von Daniel Kehlmann soll im September 2012 uraufgeführt werden, Peter Turrinis Stück “Aus Liebe” kommt im Mai 2013 an die Josefstadt in 1080 Wien. Mit gleich drei Uraufführungen startet die Josefstadt in die nächste Spielzeit: Franzobel hat eine aktuelle Version von Nestroys “Lumpazivagabundus” geschrieben, bei dem er laut dem Direktor das Stück in einer “literarischen Vision” in die von Arbeitslosigkeit und Glückssuche geprägte “Gegenwartswelt” transferiert.

Josefstadt ist mit dem Einspielergebnis zufrieden

Auch sonst sind die von Götz vorgelegten Zahlen sehr erfreulich, was Rhomberg nach den ersten fünf Direktionsjahren von Föttinger/Götz ein zufriedenes Fazit für die Josefstadt in 1080 Wien ziehen lässt: “Unser Theater wird unter sehr schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgezeichnet geführt.” Im Übrigen stelle man sich “gerne einer Evaluierung durch Fachleute, um eventuelle weitere Einsparungsmöglichkeiten kennenzulernen”.

 

Direktor der Josefstadt hat sein Motto adaptiert

Für die nächsten fünf Jahre hat Föttinger sein ursprüngliches Motto “Die Tradition im Griff, die Zukunft im Auge” leicht adaptiert: “Die Zukunft im Griff, das Risiko im Auge.” Nichts riskieren will der Direktor der Josefstadt dagegen anscheinend bei der Silke Hassler-Uraufführung “Total glücklich”. Ursprünglich für Oktober 2009 angekündigt, später auf September 2010 verschoben, wurde sie auch nicht wie avisiert in diesem Mai verwirklicht. Das Zwei-Personen-Stück findet sich nicht in den Spielplan-Vorhaben, sei jedoch keinesfalls endgültig abgesagt, versicherte der Direktor auf APA-Nachfrage: “Wir arbeiten daran.”

(apa)

 

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