1010 Wien: Fassaden des Rathauses werden saniert

Die Fassade des Rathauses wird ab 2010 erneuert. Auch den Rathausmann freut das.
Die Fassade des Rathauses wird ab 2010 erneuert. Auch den Rathausmann freut das. ©APA
Das Wiener Rathaus soll wieder strahlen - zumindest äußerlich: Die Stadt saniert ab dem kommenden Jahr sämtliche Fassaden des Rathauses in 1010 Wien. Dabei werden in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt und externen Fachleuten die Natursteine etappenweise von dunklen Ablagerungen befreit und schadhafte Stellen durch originalgetreue Kopien ersetzt.
Luftbilder des Rathauses

Vor dem Startschuss für das Riesenprojekt Sanierung des Rathauses – es handelt sich um etwa 60.000 Quadratmeter Fassadenfläche inklusive 74 Figuren – müssen heuer noch diverse wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt werden. Außerdem wurde bereits im Vorjahr eine Musterfläche an der Ecke Friedrich-Schmidt-Platz/Lichtenfelsgasse saniert, die sich seither durch ihr deutlich helleres Erscheinungsbild auch optisch vom Rest der Gebäudefronten abhebt.

Kosten für Sanierung des Rathauses noch nicht abschätzbar

Dort gesammelte Erfahrungen sollen Grundlage für die weitere Vorgangsweise sein, erklärte der Landeskonservator Friedrich Dahm. Die Kosten für diesen rund drei Tennisfelder umfassenden Abschnitt beliefen sich auf 489.000 Euro. Wie viel die Generalsanierung des Rathauses in 1010 Wien, die in Etappen von je bis zu zehn Tennisplätzen erledigt werden soll, kosten wird, konnte heute noch nicht beziffert werden.

Alle Fronten des Rathauses werden saniert

Ein Finanzierungsplan mit genauem Bauablauf und allen restauratorischen Maßnahmen will man in Form eines Gesamtkonzepts im September vorlegen. In Angriff genommen werden nicht nur die Außenfassaden, sondern auch hofseitige Fronten und alle Durchfahrts- und Eingangsbereiche. Immerhin hat das Rathaus, das zwischen 1872 und 1883 als Ziegelbau mit Natursteinverkleidung in 1010 Wien errichtet wurde, bereits knapp 130 Jahre auf dem Buckel.

Die Luftverschmutzung hat dem Rathaus stark zugesetzt

Komplex ist das Vorhaben auch deshalb, weil für die Fassade des Rathauses 15 unterschiedliche Gesteinstypen aus unterschiedlichen Ländern verwendet wurden. Je nach physikalischer Beschaffenheit habe das Material unterschiedlich stark Schaden genommen. Vor allem die starke Luftverschmutzung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, eingedrungenes Wasser und Temperaturunterschiede zwischen Oberfläche und Innerem hätten dem Gestein des Rathauses in 1010 Wien zugesetzt, erläuterte Andreas Rohatsch vom Institut für Geotechnik an der TU Wien.

Arbeiten am Rathaus können bis zu 15 Jahre dauer

Ressortchef Ludwig kündigte an, dass durch die Arbeiten der Parteienverkehr im Rathaus ungestört bleibe. Auch für die Magistratsmitarbeiter soll es keine Beeinträchtigungen geben. Aufgrund des Aufwands werde die Renovierung bis zu 15 Jahre in Anspruch nehmen, so Ludwig.

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