100g Sprengstoff in Urlauberjet gefunden

Der in Aluminiumfolie eingewickelte Sprengstoff sei bei einer Zollkontrolle an Bord der Boeing 737 der Fluggesellschaft Royal Air Maroc gefunden worden.

An Bord eines marokkanischen Flugzeugs sind bei der Ankunft in Metz (Ostfrankreich) 100 Gramm Sprengstoff gefunden worden.
Die Fluggesellschaft hat diese Angaben „kategorisch“ zurückgewiesen. Es habe sich kein Sprengstoff an Bord dieser Charter-Maschine befunden, sagte ein Sprecher in Rabat. Die Anti-Terrorabteilung der Staatsanwaltschaft Paris hat Ermittlungen wegen eines versuchten Terroranschlags eingeleitet.

Der Sprengstoff, der kurz nach der Landung der Maschine am Mittwoch zwischen zwei Sitzen in der Kabine gefunden wurde, habe keinen Zünder enthalten. Möglicherweise habe es sich um eine gescheiterte „geheime Lieferung“ gehandelt, vermuteten Ermittler. Der Sprengstoff, Pentrit, sei möglicherweise auf einem vorherigen Inlandsflug der Maschine an Bord „vergessen“ worden. Die Touristen auf den fraglichen Sitzplätzen würden nicht verdächtigt.

Pentrit war auch bei dem „Schuh-Bomber“ Richard Reid auf dem Flug von Paris nach Miami im vergangenen Jahr gefunden worden und wird vorzugsweise von islamistischen Terroristen benutzt. Es ist ein hochbrisanter Sprengstoff, der unter anderem zur Füllung von Sprengschnüren in Bergwerken dient.

Die Maschine mit etwa 100 Urlaubern an Bord war am Mittwochabend aus Marrakesch gekommen und hatte am Donnerstag den Rückflug angetreten.

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