1000 Palästinenser dürfen in Israel arbeiten

Rund eintausend Palästinenser aus dem Gazastreifen sollen laut Rundfunkbericht in Israel arbeiten dürfen. Der israelische Verteidigungsminister Mofaz habe genehmigt, dass sie in dem Industriegebiet Erez arbeiten könnten.

Dies berichtete der staatliche israelische Rundfunk am Dienstagabend. Zudem solle hunderten Händlern aus dem Gazastreifen der Übergang nach Israel erleichtert werden.

Weiter erlaubte Mofaz demnach rund 400 Mitarbeitern internationaler Hilfsorganisationen, sich künftig 24 Stunden am Tag frei zwischen dem Westjordanland und dem Gazastreifen zu bewegen. Die nach dem Gipfel im ägyptischen Sharm el Sheikh ergriffenen Maßnahmen sollen mit dazu beitragen, das Vertrauen zwischen Israelis und Palästinensern wieder aufzubauen.

Am Sonntag soll ein ranghoher israelischer Minister-Ausschuss über die Zusammensetzung der Gruppe von 500 palästinensischen Gefangenen beraten, die Israel freilassen will. Zu dem Gremium gehören Regierungschef Ariel Sharon, sein Vize Shimon Peres, Außenminister Silvan Shalom, Verteidigungsminister Mofaz und drei weitere Minister, wie Sharons Büro am Dienstagabend in Jerusalem mitteilte.

In Ägypten hatten Israel und die Palästinenser am Dienstag eine beiderseitige Waffenruhe ausgerufen und waren damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu Frieden im Nahen Osten vorangekommen. Israel will zudem binnen drei Wochen die Kontrolle über fünf Städte im Westjordanland zurückgeben.

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