100.000 Tonnen Streusalz von Asfinag für den Winter eingelagert

Die Asfinag ist auf den Winter in Österreich vorbereitet.
Die Asfinag ist auf den Winter in Österreich vorbereitet. ©dpa (Sujet)
Die rund 1.400 Mitarbeiter der Asfinag haben sich mit 100.000 Tonnen Streusalz für den Winter gerüstet. Im Winter werden die Mitarbeiter Erwartungen zufolge rund 300.000 Stunden im Einsatz sein. Vereinfacht werden soll die Arbeit heuer durch den Einsatz von zwei "Firestorm"-Geräten.

Zuständig ist die Asfinag für insgesamt 2.178 Kilometer Autobahn und Schnellstraßen. Die Räumkosten eines durchschnittlichen Winters belaufen sich auf rund 40 Millionen Euro, wobei sich die vergangene Wintersaison durch die hohen Schneemengen mit 47 Millionen Euro überdurchschnittlich zu Buche geschlagen hat.

Asfinag über kritische Stellen im Winter

Kopfzerbrechen bereiten vor allem einzelne Schlüsselstellen, wie Josef Fiala, Geschäftsführer der Asfinag Service GmbH sagte: “Die Allander Autobahn, der Brenner, die Pack und die Tauernautobahn haben die größten Steigungsstrecken. Sie sind kritisch, weil genau dort der Lkw-Anteil hoch ist.” Bleibt ein Lkw auf einer Schneefahrbahn bei Steigung erst einmal hängen, ist oft eine Sperre die Folge. Steigungsstrecken mit hohem Transitanteil und widrigen Bedingungen seien deshalb die größten Herausforderungen, erklärte Fiala.

Deshalb setzt die Asfinag im heurigen Winter auf ein neues Abschleppkonzept. So sollen Bergefahrzeuge auch ohne konkreten Anlassfall bei winterlichen Bedingungen in Alarmbereitschaft versetzt werden, um gemeinsam mit lokalen Feuerwehrkräften liegen gebliebene Lkws rasch abzuschleppen. Damit soll eine Totalsperre vermieden werden, erläuterte Fiala.

Streusalz und neue Geräte

Besondere Erwartungen setzen die Einsatzleiter dabei in die zwei modernen “Firestorm”-Geräte. Sie bringen laut Asfinag bis zu 60 Grad heiße Salzsole unter Druck auf die Fahrbahn auf, wodurch auch festgefahrener und verklumpter Schnee wieder “weggeschnitten” werden kann. Die Kosten pro Gerät belaufen sich auf rund 250.000 Euro, getestet wurde das moderne Streufahrzeug gemeinsam mit der TU Wien. Vor allem neuralgische Punkte wie die Wiener Außenringautobahn (A21) oder die Südautobahn (A2) im Wechselgebiet sollen dadurch auch bei schwierigen Bedingungen befahrbar bleiben.

Trotz moderner und vernetzter Räumflotte appellierte Fiala an die Autofahrer, ihre Fahrverhältnisse den Bedingungen anzupassen: “Bei winterlichen Verhältnissen mehr Zeit einplanen. Der Stress entsteht dann, wenn man zur normalen Tageszeit wegfährt.” (APA)

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