10. "Lange Nacht der Forschung" am 20. Mai in ganz Österreich

Die "Lange Nacht der Forschung" findet am 20. Mai österreichweit statt
Die "Lange Nacht der Forschung" findet am 20. Mai österreichweit statt ©APA/HERBERT NEUBAUER (Symbolbild)
Die 10. Ausgabe der "Lange Nacht der Forschung" findet am 20.Mai in ganz Österreich statt. Nach dem Coronabedingten Ausweichen in die Onlinewelt, gibt es in diesem Jahr wieder 2.500 Programmpunkten an 280 Standorten.
Das bringt die "Lange Nacht der Forschung"

Die "Lange Nacht der Forschung" (LNF22) soll die heimische Wissenschaftsszene wieder aus nächster Nähe erlebbar machen. Forschung müsse "greifbar, nahe und für alle Menschen zugänglich sein", so Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) am Mittwoch bei der Programmpräsentation. Das halte letztlich auch die aktuell deutlicher spürbare Wissenschaftsskepsis und den Glaube an Fake News hintan.

"Lange Nacht der Forschung" soll Forschung in die Gesellschaft tragen

Mit rund 2.500 Programmpunkten an 280 Standorten im ganzen Land sei die zehnte Ausgabe der LNF die größte Veranstaltung zur Wissenschaftsvermittlung im gesamten deutschsprachigen Raum, hieß es. Spätestens seit der Coronakrise sei klar, warum man auch über die wissenschaftliche Arbeitsweise und Erkenntnisfindung mehr wissen sollte. Bei der vom Wissenschafts-, Klimaschutz- und Wirtschaftsministerium sowie den Bundesländern getragenen bzw. koordinierten Veranstaltung vermitteln Wissenschafter ihre Arbeit in der Regel persönlich. Das soll Forschung und Entwicklung (F&E) weiter in die Mitte der Gesellschaft tragen, so die Idee.

LNF22 mit rund 500 Programmpunkten in Wien

Am meisten Chancen dazu gibt es in Wien, wo zahlreiche Standorte rund 500 Programmpunkte bieten werden. Als Dreh- und Angelpunkte fungieren dabei der unter Federführung des Wissenschaftsministerium bespielte Maria-Theresien-Platz, die Aula der Wissenschaften und der neue Campus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Wien Innere-Stadt, wo man etwa mit einer VR-Brille in einen Teilchenbeschleuniger steigen und einer Partikelkollision quasi live beiwohnen wird können. Mit einer "Medizinische Forschungsmeile" lockt etwa auch die Medizinische Universität (Meduni) Wien.

Das Wirtschaftsministerium schlägt am Heldenplatz seine Zelte auf, wo sich u. a. Start-up-Gründer präsentieren werden und man sich über Berufschancen als Forscher informieren können wird, wie Ressortchefin Margarete Schramböck (ÖVP) in einer Videobotschaft erklärte. Im Angesicht der Covid-19-Pandemie gelte es, das "Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken", betonte auch Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne). Ihr Ministerium legt seinen Vermittlungsschwerpunkt auf das Umfeld des Innovationszentrums "Cape 10" in der Nähe des Hauptbahnhofes Wien. Im Mittelpunkt sollen hier Lösungen von heimischen Forschungseinrichtungen zum Erreichen der Klimaschutzziele stehen.

Werner Gruber lädt im Burgenland zur LNF22

Im Burgenland wartet laut dem Physiker Werner Gruber, Forschungskoodinator des östlichsten Bundeslandes, ein "fettes Programm" auf die Besucher. Zwischen Neusiedler See und Südburgenland stehe zum Beispiel auch Forschung im Mittelpunkt, "die uns beim Klimawandel weiterhelfen wird". Erstmals geöffnet wird für eine LNF das Landhaus in Eisenstadt. Projekte werden dort auch in Büros von Vertretern der Landesregierung präsentiert, so Gruber.

MedUni Graz bietet Einblicke in die "Zukunft der Medizin"

Im westlichsten Bundesland parkt etwa der "Archäologie-Bus" mit Originalfunden aus Vorarlberg vor der Fachhochschule (FH) Dornbirn, die das Gros der LNF-Stationen im Ländle beherbergen wird. 30 Standorte in Graz, Kapfenberg und Leoben öffnen in der Steiermark ihre Pforten. Darunter etwa auch an der Meduni Graz, wo man Einblicke in die "Zukunft der Medizin" erhalte und Interessierte Wunden behandeln oder nähen können.

LNF22 zur Suche nach alternativen Energieträgern

Breit gefächert präsentieren sich niederösterreichische Forschungsstätten und Technologieentwickler. So könne man K1-Kompetenzzentrum "BEST" in Wieselburg mögliche Auswege aus der momentan schmerzlich spürbaren Abhängigkeit von Lieferanten fossiler Energieträger kennenlernen. Wie man mit kleiner bemessenen Stromnetzen ("Mikrogrids") und erneuerbarer Erzeugung regional Energieversorgung plant, steuert und speichert, stehe hier im Zentrum.

An der Universität Salzburg werden beispielsweise Ansätze für Batterien aus Holz vorgestellt. Im Land Salzburg öffnen aber u. a. auch die Universität Mozarteum oder die HTL Saalfelden ihre Pforten. Ein Blick auf den Quantencomputer der Universität Innsbruck kann man in der Tiroler Landeshauptstadt werfen. Wie sich Erkenntnisse der Grundlagenforschung in handfeste technologische Anwendungen übersetzen lassen, lasse sich aber auch auf einer virtuellen Rodel in einem virtuellen Eiskanal in Kufstein miterleben - einer der rund 300 Tiroler Stationen.

Linz zeigt Steuerung mit Gehirnströmen

In Linz und rund 100 andere Ausstellungsorten geht die besonders umfangreiche LNF in Oberösterreich über die Bühne: Dort lässt sich etwa im Ars Electronica Center der Landeshauptstadt eine Rauminstallation über Hirnströme steuern. Abseits der Gehirn-Computer-Schnittstelle kann man sich in Kärnten am Herummanövrieren einer Drohne mittels Gestensteuerung in einer der größten Drohnenhalle Europas versuchen. Im südlichsten Bundesland findet die LNF an der Uni Klagenfurt und dem Lakeside Science & Technology Park statt.

(APA/Red)

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