10 Jahre missbraucht - Täter milde bestraft

Extreme Milde: Ein Wachmann, der eine heute 25-Jährige zehn Jahre in seinem Haus festgehalten und sexuell missbraucht hat, ist in den USA zu 5 bis 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Zuvor hatte sich Thomas John Hose in allen Anklagepunkten schuldig bekannt, darunter sexuelle Nötigung, Vergehen gegen eine Minderjährige und Gefährdung von Kindern. Wegen Entführung war er nicht angeklagt.

Sein Opfer Tanya Nicole Kach hatte sich am 21. März 2006, zehn Jahre nach ihrem Verschwinden, überraschend bei der Polizei gemeldet und erklärt, sie habe seit Februar 1996 nur wenige Kilometer von ihrem Elternhaus entfernt bei dem Mann gelebt, der als Wachmann in ihrer Schule arbeitete. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft nahm Hose die damals 14-Jährige bei sich auf und hinderte sie dann daran, das Haus zu verlassen, in dem er mit seinen Eltern und seinem Sohn lebte. Kach zufolge kam es während der zehn Jahre regelmäßig zu Intimverkehr.

Vor Gericht verlas Kach mit tränenerstickter Stimme einen Brief, in dem sie Hose fragte, warum er ihr das angetan habe. Er habe ihr die Unschuld genommen und sie glauben lassen, dass nur er sie liebe. Er habe ihr vorgeschrieben, was sie aß, trank und wie sie sich kleiden sollte. „Ich war nur eine Marionette.“ Hose erklärte, er bedauere sein Verhalten zutiefst. Sein Anwalt Jim Ecker sagte, er sei zufrieden mit dem Urteil. Immerhin hätten seinem Mandanten als Höchststrafe mehr als 100 Jahre Haft gedroht.

Der Fall ähnelt jenem von Natascha Kampusch, die 1998 in Wien im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt worden und mehr als acht Jahre in der Gewalt ihres Kidnappers war. Am 23. August 2006 gelang ihr die Flucht, ihr Entführer nahm sich am selben Tag das Leben.

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